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15:51 18.08.2017
Bundeswehrsoldaten der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte während eines Trainings. Quelle: Kay Nietfeld/archiv
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Berlin

Das KSK gilt als Elitetruppe der Bundeswehr. Wichtige Fakten:

GRÜNDUNG: Das Kommando Spezialkräfte wurde am 21. September 1996 gegründet. Nach dem Völkermord in Ruanda, als in der Hauptstadt Kigali eingeschlossene Deutsche nicht ohne belgische Hilfe befreit werden konnten, ordnete der damalige Verteidigungsminister Volker Rühe den Aufbau des Spezialkommandos an.

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AUFTRAG: Zentraler Auftrag ist die Rettung Deutscher aus Kriegs- und Krisengebieten. Die Kommandosoldaten haben aber auch andere Aufgaben wie die Festnahme von Kriegsverbrechern und Terroristen, das Gewinnen von Informationen in Krisengebieten, die Ausbildung verbündeter Streitkräfte und die Bekämpfung strategisch wichtiger Stellungen eines Gegners.

GEHEIMHALTUNG: Die Identität der Soldaten wird geheimgehalten, um sie und ihre Familien vor Racheakten zu schützen. Über die Einsätze werden die Obleute aller Fraktionen in den Fachausschüssen des Bundestags informiert. Sie dürfen nur ihre Fraktionschefs unterrichten. Die restlichen Abgeordneten und die Öffentlichkeit erfahren kaum etwas über KSK-Einsätze.

EINSÄTZE: Bekannt ist, dass die Spezialkräfte in den Balkankriegen bei der Festnahme von Kriegsverbrechern mitgeholfen haben. Und dass sie über viele Jahre in Afghanistan zum Einsatz kamen - und wohl auch noch kommen. Ein KSK-Soldat wurde 2013 in Afghanistan in einem Kampfeinsatz getötet.

STÄRKE: Wie viele Kommandosoldaten es gibt, fällt unter die Geheimhaltung. Expertenschätzungen gehen von etwa 300 aus. Insgesamt sind in der Graf-Zeppelin-Kaserne im baden-württembergischen Calw 1400 Soldaten stationiert. Der größte Teil sind Unterstützungskräfte wie Fernmelder, Sanitäter, Ausbilder und Versorger. Auch Frauen steht der Weg ins KSK offen. Bei den Unterstützungskräften gibt es Soldatinnen. Bisher hat aber keine Frau den körperlich und psychisch extrem fordernden Eignungstest für die Kommandotruppe bestanden.

dpa

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