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Politik Wie sich Erdogan schon in und über Deutschland geäußert hat
Nachrichten Politik Wie sich Erdogan schon in und über Deutschland geäußert hat
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14:12 06.03.2017
Auf dem Weg zu mehr Macht: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Auf dem Weg zu mehr Macht: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Quelle: Yasin Bulbul
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Berlin/Istanbul

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan vergleicht die Bundesrepublik mit Nazi-Deutschland. Bereits in der Vergangenheit hat der islamisch-konservative Politiker einige umstrittene Aussagen gemacht:

„Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

(am 10. Februar 2008 vor 16 000 überwiegend türkischen Zuhörern in Köln)

„Wer Deutschkenntnisse zur wichtigsten Voraussetzung erklärt, verletzt die Menschenrechte.“

(am 1. November 2011 in einem Interview der „Bild“-Zeitung)

„Die Entscheidung, die das deutsche Parlament soeben getroffen hat, ist eine Entscheidung, die die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei ernsthaft beeinflussen wird.“

(am 2. Juni 2016 in Nairobi nach der Resolution des Bundestages, das Massaker an Armeniern während des Ersten Weltkrieges durch das Osmanische Reich als Völkermord zu verurteilen)

„Ihr habt das bei der Wiedervereinigung in noch größerem Ausmaß betrieben.“

(am 10. August 2016 in Ankara nach Kritik aus Deutschland an den Entlassungen Zehntausender Staatsbediensteter nach dem Putschversuch im Juli)

„Ich glaube nicht an die deutsche Justiz und habe auch keinen Respekt vor der deutschen Justiz in diesem Zusammenhang.“

(am 13. August 2016 in einem RTL-Interview über das vom Bundesverfassungsgericht bestätigte Verbot einer Live-Schalte von Erdogan nach Köln im Juli)

„Im Moment ist Deutschland eines der wichtigsten Länder geworden, in denen Terroristen Unterschlupf finden.“

(am 3. November 2016 in Ankara nach deutscher Kritik an neuerlichen Festnahmen von Journalisten in der Türkei)

„Ich dachte, dass der Nationalsozialismus in Deutschland beendet ist. Dabei dauert er immer noch an.“

(am 5. März 2017 in Istanbul nach Absagen geplanter Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland)

dpa

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