Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Wir müssen digitaler denken
Nachrichten Politik Wir müssen digitaler denken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 27.05.2019
Mehr Daten, mehr Gefahr? In der digitalen Welt sollte man sich bewusst werden, welche Informationen man wo teilt. Quelle: epd/Norbert Neetz
Berlin

Die Digitalisierung hat vieles verändert. Bei näherem Hinsehen aber entpuppt sich manch ein Problem des digitalen Zeitalters als gar nicht so neu. Zum Beispiel die Datensicherheit: Es sind die spektakulären Fälle geklauter und veröffentlichter Daten, die den Fokus auf den vermeintlich schlechten Schutz privater Informationen im Internet gelenkt haben. Dabei geht leicht unter, dass persönliche Daten im Grunde seit Menschengedenken von Diebstahl bedroht sind. In der analogen Vergangenheit verschwanden Tagebücher aus Schreibtischen, Briefe aus Postkästen, Fotos aus den Abholfächern im Drogeriemarkt.

Die Digitalisierung hat drei Dinge verändert. Erstens den Aufbewahrungsort: Statt im Schreibtisch landen unsere Geheimnisse heute in einem elektronischen Speicher. Zweitens die Datenmasse: Wir produzieren und speichern ungleich mehr als früher. Drittens die Konsequenzen, falls Daten gestohlen werden: Bilder, Videos und Korrespondenz können ohne Aufwand millionenfach vervielfältigt, geteilt und verbreitet werden. Dass einige Menschen angesichts dieser Gefahr lieber analog bleiben möchten, ist verständlich – und trotzdem falsch. Sinnvoller wäre es, sich permanent bewusst zu machen, was man produziert, mit wem man es teilt und wo man es abspeichert. Teilt man etwa ein Foto per Whatsapp, verliert man die Kontrolle darüber, was mit dem Bild angestellt wird. Wenn einem nicht egal ist, was mit einem Bild passiert, schickt man es besser nur an Vertraute. Unser Alltag ist längst digital, unser Verhalten muss es erst noch werden.

Lena-Sophie Müller ist Geschäftsführerin der Initiative D21. Das Netzwerk erforscht die Digitalisierung der Gesellschaft.

Von Lena-Sophie Müller

Größer könnte der Kontrast kaum sein. Während in deutschen Großstädten die Grünen siegen, erobert die AfD die ostdeutschen Bundesländer. In Sachsen zeigt sich der Riss zwischen Großstadt und Land besonders drastisch.

27.05.2019

Ein scheinbarer Rechtsruck der Jungen Union sei ein Grund für das schlechte Abschneiden der CDU bei der Europawahl, analysiert die Parteispitze in einem internen Papier. JU-Chef Tilman Kuban ist verärgert. Die Parteispitze analysiert außerdem: Merkel hat gefehlt.

27.05.2019

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber ist angetreten, um EU-Kommissionschef zu werden. Nach dem schlechten Wahlergebnis der Union bei der Europawahl stehen Webers Chancen nicht zum Besten. Der Bayer wird nun eine seiner Stärken ausspielen müssen.

27.05.2019