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00:05 06.01.2018
Die Leitplanke wirkte bei beiden Unfällen wie eine Sprungschanze. Quelle: Foto: Tilo Wallrodt
Neu Pudagla

Zwei tödliche Unfälle innerhalb von neun Monaten an ein und derselben Stelle sind die traurige Bilanz aus dem Unfallgeschehen in Neu Pudagla. Am Mittwochmorgen verlor ein 58-jähriger Hotelangestellter von der Insel Usedom kurz vor Neu Pudagla in der Kurve vor dem Bahnübergang sein Leben. Der Mann kam aus bislang unbekannter Ursache mit dem Wagen ins Schleudern. Der Wagen prallte gegen eine Birke. Dabei wurde der Fahrer eingeklemmt und so schwer verletzt, dass er am Unfallort starb. Die Polizeiermittler sind derzeit dabei, die Unfallursache herauszufinden.

Fest steht: Ein Fremdverschulden wird derzeit ausgeschlossen. Wodurch der Fahrer abgelenkt worden sein könnte, bleibt bislang Spekulation. Bei dem tödlichen Unfall im April 2017 spielten vor allem überhöhte Geschwindigkeit und das falsche Überholen eine entscheidende Rolle. Damals starb ein 38 Jahre alter Mann, mehrere Mitfahrer wurden teils schwer verletzt.

Und wie geht es nun weiter? Die Unfallkommission des Straßenbauamtes in Neustrelitz reagierte prompt und will die Unfallstelle in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald entschärfen. „Wir waren vor Ort und haben uns die Unfallstelle genau angesehen. Die Leitplanke wirkte bei beiden Unfällen wie eine Sprungschanze und katapultierte die Autos regelrecht in die Bäume“, sagt Hans-Joachim Conrad, der Mitglied dieser Kommission ist. In den kommenden zwei Wochen soll die Kurve umgebaut werden. „Aus Richtung Bansin kommend gibt es noch einen Weg, der in den Wald führt.

Dieser wird von uns geschlossen. Die Leitplanke wird dahingehend verändert, dass sie nicht mehr als ,Rampe’ wirkt und auch durchgezogen werden soll. Durch diese Maßnahme können schlimmere Unfälle in Zukunft hoffentlich verhindert werden“, erklärt der Dezernent der Behörde. Derzeit werden die dazugehörigen Materialien bestellt und Firmen beauftragt.

Polizeisprecher Axel Falkenberg in Anklam begrüßt die Entscheidung aus Neustrelitz. „Eine durchgehende Leitplanke mildert die Schwere der Unfälle, beseitigt aber nicht die Ursache. Ein Risiko ist leider immer noch der Mensch“, sagt er.

Der Ückeritzer Bürgermeister Axel Kindler freut sich grundsätzlich, dass die Kurve umgebaut wird, hat allerdings auch seine Bedenken. „Den Weg in den Wald – der von der Forst genutzt wird – können wir nicht schließen. Es muss einen Weg in den Wald geben. Eine Lösung muss her“, sagt er. Eine von vielen Alternativen wäre für ihn die Aufstellung von Schildern mit der Aufschrift „Unfallschwerpunkt“, mehr Kontrollen durch die Polizei und der Verkehrsüberwachung. „Schön wäre natürlich ein fester Blitzer – wie zum Beispiel zwischen Bannemin und Zinnowitz“, sagt er. „Schilder alleine helfen auch nicht. Wer rasen will, der rast. Da helfen auch keine Warntafeln“, meint Kindler.

Bis es zu einem festen Blitzer kommt, kann es länger dauern, bestätigt Landkreissprecher Achim Froitzheim auf Nachfrage. „Eine Komission, die aus verschiedenen öffentlichen Vertretern von Polizei, der Verkehrswacht, des Landkreises und des Straßenbauamtes besteht, entscheidet darüber.“

Hannes Ewert

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