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Aktuelle Beiträge Ermittlungserfolge bei Sextingfällen und Brandstiftung
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06:21 10.04.2015
Beim Sexting werden meist durch Jugendliche Nacktfotos wahllos über Smartphones und soziale Netzwerke im Internet verteilt. Oft bewegt sich das hart an der Grenze zur Pornografie. Deshalb ermittelt hier die Polizei.
Beim Sexting werden meist durch Jugendliche Nacktfotos wahllos über Smartphones und soziale Netzwerke im Internet verteilt. Oft bewegt sich das hart an der Grenze zur Pornografie. Deshalb ermittelt hier die Polizei. Quelle: Hannes Ewert
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Stralsund

15 949 Straftaten wurden im vergangenen Jahr im Bereich der Polizeiinspektion (PI) Stralsund registriert. Diese Zahl nannte Polizeidirektor Thomas Dabel bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2014 am Donnerstag. Der PI-Leiter machte deutlich, dass die Fallzahlen gegenüber dem Jahr zuvor um 4,99 Prozent gesunken sind. 2013 wurden auf Rügen, in der Hansestadt sowie zwischen Fischland-Darß-Zingst und Grimmen noch 16 788 Straftaten erfasst.

Wichtig für Thomas Dabel: „Die Aufklärungsquote stieg im gleichen Zeitraum von 60,9 auf 62,2 Prozent. Damit liegt sie seit 2004 nicht nur kontinuierlich über 60 Prozent sondern auch über dem Landesdurchschnitt von 60,4 Prozent im letzten Jahr.“

Zu den Aufklärungserfolgen zählt unter anderem die gestoppte Brandserie in Bergen auf Rügen, bei der Carports und Autos in Flammen aufgegangen waren. Nach über 400 Vernehmungen und dem seit März verstärkten Einsatz von Polizei- und Zivilstreifen brach die Serie mit der Verhaftung einer Verdächtigen im September 2014 ab.

Auch die massiven Dieseldiebstähle im letzten Jahr zwischen Grimmen, Tribsees und Ribnitz-Damgarten konnte die Polizei durch den Einsatz von viel Manpower zurückdrängen.

Schwerpunkt: Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung

Großen Aufwand für Ermittlungsarbeit und Prävention betrieben die Kriminalisten auch bei Aufklärung und Eindämmung einer Reihe von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die 2014 unter der Bezeichnung Sexting bekannt geworden sind.

Auch an Stralsunder und Rügener Schulen wurden Nacktfotos mit zum Teil pornografischem Inhalt durch Jugendliche über internetfähige Handys in sozialen Netzwerken verschickt. Alleine in der Hansestadt gab es vier Haupt- und 85 Einzelverfahren. Auf Rügen kamen noch einmal 20 Sextingverfahren dazu.



Jörg Mattern