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17:54 15.08.2018
First Responder-Einheiten der Feuerwehr, wie hier bei einer Übung in Boltenhagen, arbeiten eng mit dem Rettungsdienst zusammen.
First Responder-Einheiten der Feuerwehr, wie hier bei einer Übung in Boltenhagen, arbeiten eng mit dem Rettungsdienst zusammen. Quelle: Frank Gabriel
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Boltenhagen

Die First Responder-Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Boltenhagen im Landkreis Nordwestmecklenburg ist erst seit Oktober vergangenen Jahres komplett ausgebildet. Inzwischen haben die Feuerwehrleute statistisch jede Woche einen Einsatz, um den Rettungsdienst zu unterstützen.

38 Mal ist die spezielle Einheit der Feuerwehr des Ostseebades in diesem Jahr bereits ausgerückt. Es sei keine Art von Regelmäßigkeit durch bestimmte Wetterverhältnisse oder steigende Urlauberzahlen erkennbar, sagt Mathias Hacker, der die First Responder in Boltenhagen leitet. „Die Patienten sind jetzt in der Urlaubssaison auch nicht verstärkt Gäste“, sagt Hacker. Vielmehr sei das Klientel bunt gemischt vom persönlich Bekannten bis zu Gästen, die ihre Ferien am Meer verbringen.

Die First Responder-Einheiten der Feuerwehren kommen immer dann zum Einsatz, wenn der zuständige Rettungswagen länger für die Anfahrt zum Patienten benötigt. Reagiert ein Patient zum Beispiel allergisch auf einen Wespenstich, hoffe die First Responder, dass er selber ein Medikament in einem Notfallset mit sich führt. 

Zur Sicherstellung der Atmung ist das Fahrzeug der First Responder mit Material zum Intubieren ausgerüstet. Auch ein Automatischer Defibrillator ist für Patienten mit Herzanfällen an Bord. Die Arbeit des Rettungsdienstes können und wollen die Feuerwehren aber nicht komplett ersetzen.

Ein Problem, das auch Florian Haug, Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis, schon angesprochen hatte, ist mit ein Grund, warum die First Responder zu einem Notfall gerufen werden, bis der Rettungswagen eintrifft: „Anstatt den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 anzurufen, wählen viele einfach die 112, auch wenn sie nicht in Lebensgefahr sind“, sagt Mathias Hacker. Wer erkrankt ist erhalte bei dem Bereitschaftsdienst von einem Arzt aus der Region eine Einschätzung und eine Entscheidung, ob ein Rettungswagen gerufen werden muss.

Ausführlich informiert die Internetseite www.116117.de über den ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Mehr lesen Sie am 16. August in der Printausgabe der Ostsee-Zeitung Grevesmühlen

Behnk Malte