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07:00 23.01.2018
Nach einem Einsatz eines Mobilen Einsatzkommandos der Polizei stehen am 12.02.2016 Autos auf einer Straße in Lutheran. Jetzt wird der Vorfall vor Gericht aufgearbeitet.
Nach einem Einsatz eines Mobilen Einsatzkommandos der Polizei stehen am 12.02.2016 Autos auf einer Straße in Lutheran. Jetzt wird der Vorfall vor Gericht aufgearbeitet. Quelle: Michael-Günther Bölsche/dpa
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Ludwigslust/Lutheran

Prozess um Polizeieinsatz von Lutheran beginnt

Zwei Jahre nach dem spektakulären Polizeieinsatz von Lutheran bei Lübz (Kreis Ludwigslust-Parchim) beginnt am Dienstag die juristische Aufarbeitung des Falls. Vor dem Amtsgericht in Ludwigslust muss sich ein heute 29-jähriger Mann wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Er soll am 12. Februar 2016 versucht haben, mit einem Auto eine Sperre aus Zivilfahrzeugen des Mobilen Einsatzkommandos Hamburg zu durchbrechen. Dabei wurde ein Beamter am Knie verletzt.

Auch der Angeklagte selbst wurde schwer verletzt. Ein Polizist schoss ihm ein Auge aus. Das Einsatzkommando war eigentlich auf der Suche nach dem Besitzer des observierten Wagens, weil dieser nicht zum Haftantritt erschienen war. Allerdings hatten die Beamten zu spät bemerkt, dass die Hamburger Rotlichtgröße nicht im Auto saß. Die Ermittlungen gegen den Schützen wegen Körperverletzung im Amt wurden eingestellt. Er hatte nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Schwerin rechtmäßig gehandelt. Der 29-Jährige hat allerdings am Landgericht Schwerin eine Zivilklage gegen die Stadt Hamburg auf Schadenersatz und Schmerzensgeld angestrengt.

Zehn Jahre Kinderschutz-Hotline in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin. Trotz zuletzt rückläufiger Nutzungszahlen der Kinderschutz-Hotline hält das Sozialministerium in Schwerin die landesweite Rufnummer als niedrigschwelliges Hilfeangebot aufrecht. Es müsse alles getan werden, um Kinder vor physischer und seelischer Gewalt zu schützen sowie Hilfe für Menschen in Krisensituationen zu organisieren, erklärte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD). Zum zehnjährigen Bestehen der Hotline will sie am Dienstag in Schwerin Bilanz ziehen und einen Ausblick geben.

Die Hotline war 2008 unter anderem als Reaktion auf den Hungertod des Schweriner Mädchens Lea-Sophie eingerichtet worden. Unter der landesweit einheitlichen und kostenlosen Telefonnummer 0800 - 14 14 007 sind rund um die Uhr Ansprechpartner erreichbar. Seit 2012 nehmen Fachkräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes Anrufe entgegen, darunter Hinweise auf mögliche Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern. Wie aus dem Kinderschutz-Bericht des Sozialministeriums hervorgeht, prüfen die Jugendämter im Land jährlich etwa 3500 Verdachtsfälle auf Gefährdung des Kindeswohls. Bei weniger als einem Zehntel davon kommen die Hinweise über die Hotline.

Machbarkeitsstudie für Dokumentationsstätte in Prora wird vorgestellt

Prora/Stralsund. Nach dem Ausbau der NS-Hinterlassenschaft Prora auf der Insel Rügen zu einem riesigen Ferien- und Wohnort soll es nun auch eine Zukunft für eine Bildungs- und Dokumentationsstätte geben. Der Verein Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora stellt am Dienstag die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vor. Die Studie sollte klären, wie und unter welchen Bedingungen ein Ausstellungszentrum im einst von den Nationalsozialisten geplanten „Seebad der 20 000“ betrieben werden kann. Das Dokumentationszentrum, das den Fokus auf die Sozialgeschichte des NS-Regimes legt, und das Prora-Zentrum mit dem Schwerpunkt DDR-Geschichte hatten im vergangenen Jahr den Dachverein Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora gegründet.

Private Pflegeanbieter beraten Lösungen für Fachkräftemangel

Linstow. Was muss geschehen, um trotz Fachkräftemangels weiter Qualität in der Pflege zu garantieren? Mit dieser Frage befassen sich von Dienstag an rund 500 Teilnehmer auf einer Konferenz privater Pflegeanbieter Mecklenburg-Vorpommerns in Linstow (Landkreis Rostock). Veranstalter der zweitägigen Konferenz ist die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa).

Beraten werden soll unter anderem, wie man gute Fachkräfte halten oder neue Fachleute gewinnen kann. Dabei soll es nicht nur um Bezahlung, sondern auch um andere Aspekte - wie kinderfreundliche Arbeitszeiten für junge Frauen - gehen. Auch Neuerungen in der Zusammenarbeit mit Pflege- und Krankenkassen, bei der Dokumentation der Pflege und bei Verordnungen würden diskutiert. Der bpa-Landesverband vertritt nach eigenen Angaben rund 470 Anbieter, die etwa die Hälfte aller Pflegebetriebe im Nordosten ausmachen.

dpa/OZ

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