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00:26 31.05.2018
Hinrichsdorf

So sieht also das Inferno aus: Auf dem Hof des Veolia-Recyclinghofs in Hinrichsdorf lodern Mittwoch die Flammen meterhoch. Im Feuerschein sind noch die Reste der einstigen Sortierhalle zu erahnen. Nur noch das Stahlgerippe ist davon übrig. Die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr wirken vor der riesigen Flammenwand verloren. Und tatsächlich sind die Retter gegen diesen Brand zunächst machtlos. Denn: Im Rostocker Nordosten scheint es massive Probleme mit der Löschwasserversorgung zu geben. Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) kündigte noch an der Einsatzstelle eine schonungslose Analyse des Problems an.

Die Löscharbeiten in Hinrichsdorf dauern auch heute an. Senator will Probleme bei Wasserversorgung analysieren.

Denn dass die Löscharbeiten bis in den frühen Donnerstagmorgen andauern – es liegt nicht an fehlenden Rettern: Weniger als eineinhalb Stunden nach dem Notruf sind mehr als 120 Feuerwehr-Leute und fast 40 Fahrzeuge aus der ganzen Stadt und dem Landkreis am Einsatzort im Gewerbegebiet. „Auf dem Gelände des Recyclinghofs gibt es auch einen Löschteich“, sagt Einsatzleiter Ralf Gesk von der Berufsfeuerwehr. Doch: Die Menge Wasser darin sei wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Auch die Tankfahrzeuge der Feuerwehr waren nicht ausreichend. Bevor die Retter einen massiven Löschversuch unternehmen, müssen sie Hydranten im gesamten Nordosten suchen, anschließen, kilometerweise Schläuche verlegen. Das kostet Zeit. Heute will die Feuerwehr letzte Brandnester löschen. Dann sind die Ermittler der Kripo dran – und dann wird das Feuer auch Thema in Verwaltung und Politik sein: „Wir müssen auswerten, warum nicht ausreichend Wasser verfügbar war“, sagt Senator Müller-von Wrycz Rekowski. Die Firmen selbst seien da auch in der Pflicht – zum Beispiel, indem sie größere Wassertanks vorhalten. „Wir können nur eine Grundversorgung sicherstellen.“ Auch das Wassernetz selbst und die Zahl der Hydranten stünden auf dem Prüfstand.

Andreas Meyer und Stefan Tretropp

Die Löscharbeiten in Hinrichsdorf dauern auch heute an / Senator will Probleme bei Wasserversorgung analysieren

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