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Polizei-Report Nach Helikopter-Absturz: Wehrführer fordert Ausbau des Nothafens
Nachrichten Polizei-Report Nach Helikopter-Absturz: Wehrführer fordert Ausbau des Nothafens
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12:30 05.03.2014
Idyllisch, aber immer nur eine vorübergehende Lösung: Der Nothafen Darßer Ort aus der Luft.
Idyllisch, aber immer nur eine vorübergehende Lösung: Der Nothafen Darßer Ort aus der Luft. Quelle: Dietmar Lilienthal
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Prerow

Nach dem Hubschrauber-Unglück vor dem Darß hat die Diskussion rund um den Nothafen Darßer Ort wieder Fahrt aufgenommen. „Während des Großeinsatzes wurde erneut deutlich, dass wir mehr als einen kleinen Steg brauchen, um bei einer Notsituation schnell ins Wasser zu kommen“, sagte Kreiswehrführer Gerd Scharmberg, der den Einsatz leitete.

Der 58-Jährige fordert daher die Einrichtung einer Rettungsbasis für die Region – seiner Meinung nach am besten durch den Ausbau des Nothafens Darßer Ort bei Prerow. Von dort aus kann der Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ innerhalb von nur einer halben Stunde die vielbefahrene Kadetrinne erreichen.

Das Problem: Der beschauliche Hafen liegt mitten in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Auf einem Neubau an an einem anderen Ort auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst konnten sich die Gemeinden bisher nicht einigen – obwohl das Aus für den Nothafen seit 1990 bekannt ist.

Für das Land kommt inzwischen nur noch eine Minimalvariante in Frage, wie Steffen Wehner bestätigte. Ein Ausbau des Nothafens oder ein größerer Etappenhafen sind schon lange vom Tisch, so der Sprecher des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung.

 



Elisabeth Woldt