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Wirtschaft BMW bremst nach Rekordjahr Euphorie
Nachrichten Wirtschaft BMW bremst nach Rekordjahr Euphorie
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13:57 20.03.2013
Im Jahr 2012 hatte BMW einen Rekordgewinn eingefahren. Foto: Armin Weigel
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München

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Wie die Rivalen Audi oder Daimler hält sich BMW mit mutigen Prognosen eher zurück. Zu groß ist die Ungewissheit, die nach wie vor von der Autokrise in Europa und der unsicheren Lage in vielen Wachstumsmärkten ausgeht.

Zudem müssen die Konzerne viel Geld in die Hand nehmen, um Modelle zu entwicklen, die ihnen helfen, die Abgasnormen der EU bis 2020 zu erfüllen. „Angesichts hoher Aufwendungen für neue Technologien und Modelle sowie Investitionen in das Produktionsnetzwerk erwarten wir ein Konzernergebnis vor Steuern in der Größenordnung des Jahres 2012“, sagte BMW-Chef Norbert Reithofer in München. Sein Finanzvorstand Friedrich Eichiner hatte im Dezember gesagt, BMW wolle „wenn es irgendwie möglich sein wird“ 2013 auch mehr Geld verdienen.

Insgesamt geht es dem Oberklassehersteller vor allem dank der Geschäfte in China oder den USA blendend. 2012 übertraf das bisherige Rekordjahr 2011: Unter dem Strich verdiente der Konzern 5,1 Milliarden Euro, ein Plus von 4 Prozent. Der Umsatz kletterte um 11,7 Prozent auf knapp 77 Milliarden Euro. Vor allem hat BMW 2012 so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Weltweit lieferten die Münchner 1,845 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus. Das waren fast 11 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Bis 2016 will der Konzern 2 Millionen Wagen absetzen, ein Ziel, das inzwischen auch früher erreichbar scheint. Um die Marke zu erreichen, müssten die Bayern ihren Absatz in diesen vier Jahren jährlich um rund 2 Prozent steigern - angesichts der Zuwachsraten der vergangenen Jahre eine überschaubare Herausforderung. Allerdings hält die Konzernführung bisher weiter am Ziel 2016 fest.

Wenig Hoffnung hat BMW wie die meisten Hersteller für Europa. Zwar schneiden die Oberklassehersteller besser ab, eine schnelle Erholung erwartet aber kaum ein Manager. Im Februar brach der Neuwagenabsatz in der EU um 10 Prozent auf 795 000 Autos ein - der schlechteste Februar-Wert bislang. Auch in Deutschland rauschten die Verkäufe nach unten, selbst in den bereits am Boden liegenden Automärkten Spanien und Italien gingen die Zahlen weiter zurück. Wie für Audi oder Mercedes ist auch für BMW Europa trotz des Erfolgs in Übersee ein wichtiger Markt.

Die führende Position vor Audi und Daimler will Reithofer unbedingt halten. Die beiden Verfolger wollen beide bis 2020 allerdings an BMW vorbei. Bisher sehen die VW-Tochter und die schwächelnde Marke Mercedes-Benz allerdings nur die Rücklichter der Münchner. Von diesem Erfolg profitiert Reithofer auch in seinem eigenen Geldbeutel. Insgesamt verdiente der Manager 2012 gut 6,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von rund 7,6 Prozent, wie aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht.

Reithofer liegt damit im Vergleich seiner Kollegen an der Spitze der 30 Dax-Konzerne zwar gut im Rennen, im Vergleich mit den beiden anderen Autobauern im wichtigsten deutschen Aktienindex ist der Bayer allerdings Schlusslicht.

Daimler-Chef Dieter Zetsche verdiente 2012 rund 8,2 Millionen Euro und Martin Winterkorn kommt nach einem freiwilligen Gehaltsverzicht noch immer auf 14,5 Millionen Euro. Umgerechnet bekam Reithofer im vergangenen Jahr für jeden einzelnen Tag rund 18 100 Euro. Insgesamt verdiente das inzwischen achtköpfige Vorstandsgremium des BMW-Konzerns knapp 31,4 Millionen Euro.

dpa

An der Frankfurter Wertpapierbörse

wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 19.03.2013 um 13:05 Uhr

folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX

festgestellt. (Stand und Veränderung zur Schlussnotierung am

vorherigen Börsentag bei Aktien in Euro, bei Indizes in Punkten).

19.03.2013

Männer verdienen nach wie vor deutlich mehr als Frauen. Um die Kluft von im Schnitt 22 Prozent zu schließen, dringt der DGB auf Gesetzesänderungen - und zwar bei den vor allem von Frauen ausgeübten Minijobs: Für diese sollen künftig von Anfang an Sozialversicherungsbeiträge fällig werden, flankiert von einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro.

19.03.2013

Die Chefs deutscher Großkonzerne haben im vergangenen Jahr einer Studie zufolge im Schnitt 5,33 Millionen Euro verdient.Die Vergütung der Dax-Unternehmenslenker stieg damit um durchschnittlich drei Prozent, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Towers Watson hervorgeht.

20.03.2013