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Wirtschaft Dax geht mit Verlust in den Hexensabbat
Nachrichten Wirtschaft Dax geht mit Verlust in den Hexensabbat
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10:06 15.12.2017
Im Schriftzug "DAX" spiegelt sich die große Anzeigetafel mit dem bis dahin erreichten Kursverlauf im Handelssaal der Börse in Frankfurt am Main. Quelle: Christoph Schmidt
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Frankfurt/Main

Der sogenannte Hexensabbat hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt zunächst in die Flucht getrieben.

An diesem Freitag laufen an der Termin- und Optionsbörse Eurex Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelwerte aus. Dies kann für größere Kurssprünge sorgen. Denn Investoren versuchen oft, zum Verfall die Kurse kurzfristig in die für sie günstige Richtung zu bewegen.

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Der Dax verlor im frühen Handel zuletzt 0,24 Prozent auf 13.036,37 Punkte. Damit deutet sich aktuell ein Wochenverlust von 0,9 Prozent an.

Der MDax sank am Freitag um 0,36 Prozent auf 25.977,11 Zähler. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,83 Prozent auf 2514,78 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,1 Prozent.

Unter den Einzelwerten zeigten sich die Versorgerwerte etwas erholt von ihrer zuletzt steilen Talfahrt. So gewannen die Papiere von RWE an der Dax-Spitze 2,4 Prozent, gefolgt von Eon-Titeln mit plus 2,0 Prozent.

Im MDax waren die Anteilscheine der RWE-Ökostromtochter Innogy mit einem Gewinn von 2,4 Prozent am stärksten gefragt. Nach einer Gewinnwarnung von Innogy waren die Aktien am Mittwoch und Donnerstag um knapp 20 Prozent eingebrochen.

Die Kursverluste der Oracle-Aktien am Vorabend nach schwachen Quartalszahlen lösten bei den Papieren des deutschen Konkurrenten SAP Gewinnmitnahmen aus. Zuletzt gaben SAP um 0,7 Prozent nach.

Die Airbus-Aktien reagierten kaum auf die Meldung, dass Konzernchef Tom Enders seinen Job beim Luftfahrtriesen im Frühjahr 2019 abgibt. Steinhoff-Titel setzten ihren Kurseinbruch der vergangenen beiden Handelstage fort und sackten um weitere 8,4 Prozent ab.

Der von einem Bilanzskandal erschütterte Möbelhersteller macht einen personellen Schnitt, wobei Hauptaktionär, Aufsichtsratvorsitzender und Übergangschef Christo Wiese deutlich an Einfluss verliert: Er scheidet aus dem obersten Führungszirkel aus. Zudem hat sich seine Beteiligung von rund einem Viertel am Unternehmen etwas reduziert.

dpa

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