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Wirtschaft Kfz-Zulassung online: So melden Sie Ihr Fahrzeug übers Internet an
Nachrichten Wirtschaft Kfz-Zulassung online: So melden Sie Ihr Fahrzeug übers Internet an
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13:55 04.10.2019
Dank der "internetbasierten Kfz-Zulassung" können Autobesitzer ein neues Fahrzeug künftig online anmelden - und dabei unter anderem auch ein Wunschkennzeichen angeben. Quelle: Markus Scholz/dpa-tmn
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Berlin/Hamburg/Leipzig

Mit knapp 20 Millionen Zulassungsvorgängen im vergangenen Jahr ist die Kfz-Zulassung eines der meistgenutzten Verwaltungsverfahren in Deutschland. Mit der neuen "internetbasierten Kfz-Zulassung", kurz i-Kfz, sollten die Zeiten zeitaufwendiger Behördengänge vorbei sein - eigentlich, denn die Bereitstellung verzögert sich vielerorts.

Das Online-Angebot soll Fahrzeughaltern die An- und Ummeldung ihres Autos oder Motorrads erleichtern. Ganz simpel ist das zwar nicht - nervige Wartezeit bei der Behörde entfällt aber. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur i-Kfz im Überblick:

Welche Leistungen sind bei der i-Kfz möglich?

Laut Bundesverkehrsministerium (BMVI) sei das Ziel der i-Kfz "die Fahrzeugzulassung einfacher, bequemer und effizienter zu machen". Außerdem sollen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verwaltung entlastet werden. Zu den Leistungen, die übers Internet abgewickelt werden können, zählen

  • Erstzulassung
  • Wiederzulassung
  • Umschreibung
  • Adressänderung

Bezahlt wird mittels ePayment, entweder mit Giropay oder per Kreditkarte. Je nach Zulassungsstelle können unterschiedliche Zahlungsmittel akzeptiert werden.

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Wie funktioniert die Kfz-Zulassung online?

Um ein Auto oder Motorrad online anzumelden, braucht man nicht nur einen Internetzugang. "Zur Identifizierung ist ein Personalausweis mit Onlinefunktion notwendig. Daneben wird ein Lesegerät oder ein Smartphone mit NFC-Chip zur drahtlosen Übertragung der Daten benötigt", erklärt Thomas Schuster von der Sachverständigenorganisation KÜS.

Daten eingeben und Kennzeichen auswählen

In der Praxis läuft die Online-Zulassung so ab: Im Onlineportal der Behörde identifiziert der Fahrzeughalter sich mittels Personalausweis samt PIN und Kartenlesegerät oder via Smartphone und AusweisApp2. Dann muss im Zulassungsbescheinigung Teil II, früher auch Fahrzeugbrief genannt, der Sicherheitscode freigelegt werden.

In die Auftragsmaske im Portal trägt man nun alle nötigen Daten ein - etwa Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN), Sicherheitscode, Datum der Hauptuntersuchung, eVB-Nummer der Versicherung (elektronische Versicherungsbestätigung) und IBAN des Halters.

Dann wählt man ein freies Kennzeichen aus oder gibt ein reserviertes Kennzeichen beziehungsweise Wunschkennzeichen an. Die Daten werden vom System automatisch gecheckt, danach zahlt man.

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Den Antrag prüft dann ein Sachbearbeiter. Zulassungsbescheid, die Zulassungsbescheinigung Teil I und II sowie die Plaketten für die Kennzeichen kommen per Post - zwei bis drei Tage können bis dahin vergehen.

Neben der Erstzulassung können Fahrzeughalter auch die uneingeschränkte Wiederzulassung, die Umschreibung von Fahrzeugen sowie Adressänderungen online erledigen. Wie das im Einzelnen funktioniert erklärt das BMVI in einem Merkblatt zur i-Kfz.

Was kostet die Online-Zulassung?

Laut ADAC sind die Preise für die i-Kfz bundesweit einheitlich. Grundsätzlich günstiger ist der Online-Service aber nicht. So zahlt man für die Abmeldung eines Fahrzeugs 5,70 Euro im Internet statt 6,90 Euro in der Zulassungsstelle. Dafür sind andere Leistungen wie die Zulassungsgebühr (27,90 Euro statt 27 Euro) oder das Umschreiben eines Fahrzeugs (28,20 statt 27 Euro) teurer. Als Grund dafür nennt der ADAC Sach- und Personalkosten, die laut Bundesverkehrsministerium bei der Online-Abwicklung entstünden.

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Warum ist die Online-Zulassung in meiner Stadt nicht möglich?

Im Zuge der Einführung des Online-Service kommt es in einigen Bundesländern derzeit noch zu Verzögerungen. Grund dafür sollen technische Probleme auf Seiten des für die Bereitstellung verantwortlichen Dienstleisters sein, wie die Zulassungsstelle Ulm auf ihrer Webseite schreibt.

Auch in Sachsen verzögert sich die Einführung der Kfz-Zulassung per Mausklick. Die Städte Chemnitz und Leipzig bestätigten am Mittwoch auf dpa-Anfrage, dass die Online-Zulassung bei ihnen noch nicht funktioniert. In der Landeshauptstadt stand der Dienst am 4. Oktober ebenfalls noch nicht zur Verfügung.

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RND/dpa/pf

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