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Wirtschaft Französischer Luftfahrt-Industrieller Dassault gestorben
Nachrichten Wirtschaft Französischer Luftfahrt-Industrieller Dassault gestorben
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20:17 28.05.2018
Der französische Milliardär Serge Dassault ist tot.
Der französische Milliardär Serge Dassault ist tot. Quelle: Etienne Laurent / Pool/epa Pool/archiv
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Paris

Der einflussreiche französische Rüstungsunternehmer und Politiker Serge Dassault ist tot. Der Chef der Familienholding Groupe Dassault starb im Alter von 93 Jahren in seinem Büro am Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées an Herzversagen, wie seine Familie am Montag mitteilte.

Die Erklärung wurde unter anderem von der renommierten konservativen Zeitung „Le Figaro“ veröffentlicht, die ebenso zum Dassault-Imperium gehört wie der Kampfjetbauer Dassault Aviation.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte Serge Dassault als „Mann, der sein Leben der Entwicklung eines Aushängeschilds der französischen Industrie gewidmet hat“. Der konservative Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy erklärte, das Land verliere einen sehr großen Industriellen, die Welt der Luftfahrt einen Pionier, und er selbst einen Freund.

Dassault galt als einflussreiche und schillernde Persönlichkeit. Das Vermögen des Industriellen und seiner Familie wurde vom US-Magazin „Forbes“ auf rund 26 Milliarden US-Dollar (gut 22 Mrd. Euro) geschätzt - Rang vier auf der Liste der reichsten Franzosen, und ein Platz unter den 50 größten Vermögen weltweit. Von 2004 bis 2017 saß Dassault für die französischen Konservativen im Senat, dem Oberhaus des Pariser Parlaments.

Serge Dassault stand lange im Schatten seines berühmten Vaters und Konzerngründers Marcel Dassault. Nach dessen Tod übernahm er 1986 selbst die Leitung des Flugzeugbauers Dassault Aviation. Im Jahr 2000 gab er die Führung des börsennotierten Unternehmens ab, das den Rafale-Kampfjet und die Falcon-Geschäftsflugzeuge herstellt, blieb aber an der Spitze der Holding. Dassault Aviation will gemeinsam mit Airbus auch das geplante neue deutsch-französische Kampfflugzeug entwickeln.

Serge Dassault war mehrfach im Zusammenhang mit Affären in die Schlagzeilen gekommen. Im vergangenen Jahr verurteilte ihn ein Pariser Gericht wegen versteckter Auslandskonten zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Euro - der Berufungsprozess stand aber noch aus. 2009 musste er ein Bürgermeisteramt abgeben, nachdem das oberste Verwaltungsgericht die knappe Wahl wegen „Geldspenden“ an Einwohner annulierte.

Zum Dassault-Imperium gehört auch das Pariser Auktionshaus Artcurial, ein Weingut im renommierten Anbaugebiet Saint-Émilion in Südwestfrankreich, Immobilienbesitz in Paris sowie der Softwareentwickler Dassault Systèmes.

dpa

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