Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Goldman-Experte: Viele Digitalwährungen werden untergehen
Nachrichten Wirtschaft Goldman-Experte: Viele Digitalwährungen werden untergehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:23 07.02.2018
Große Werbung für Bitcoin in Japans Hauptstadt Tokio. Japan gilt als eine Hochburg für den Handel mit Digitalwährungen. Quelle: Koji Sasahara
Anzeige
Frankfurt/Main

Ein Großteil der derzeit rund 1500 Kryptowährungen wird nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs nicht lange existieren.

Vielmehr dürfte nur eine kleine Anzahl wettbewerbsfähiger Arten überleben, schreibt Steve Strongin, Chef für „Investment Research“ bei Goldman Sachs, in einer aktuellen Studie.

Anzeige

Die starken Kursschwankungen von Bitcoin und Co. sprechen laut Strongin für eine Preisblase, also ein nicht nachhaltiges Kursniveau. Derzeit stehen faktisch alle Digitalwährungen unter erheblichem Druck. Ausschlaggebend sind in erster Linie Regulierungsbestreben in vielen Industrie- und Schwellenländern.

Der Bitcoin als älteste und bekannteste Cyberwährung hat seit Mitte Dezember rund 60 Prozent seines Werts verloren. Der Gesamtwert aller Digitalwährungen ist seit Anfang Januar um etwa 460 Milliarden Dollar oder rund 55 Prozent gefallen.

„Die hohe Korrelation zwischen den verschiedenen Kryptowährungen besorgt mich“, schreibt Strongin mit Blick auf häufig synchron auftretende Kursschwankungen. Weil Digitaldevisen keinen Eigenwert wie beispielsweise Edelmetalle besäßen, dürften die meisten von ihnen bis auf einen Kurs von null fallen.

Optimistischer bewertet der Experte die Blockchain-Technik, die vielen Kryptowährungen zugrunde liegt. Diese Technik - eine Art dezentrales Kontenbuch - könne Prozesse im Finanzwesen verbessern. Jedoch schränkt Strongin ein, dass die Geschwindigkeit der Technik noch zu gering für viele Finanzgeschäfte sei.

dpa

Mehr zum Thema

Matthias Wißotzki von der Hochschule Wismar erklärt, warum der Netzausbau so wichtig ist

05.02.2018
Schnäppchen für alle EU-Bürger - Aus für Geoblocking: Online-Shopping wird fairer

Es ist frustrierend: Viele Klicks, viel Scrollen, und dann klappt der Online-Kauf am Ende doch nicht. Schuld ist oft das sogenannte Geoblocking, mit dem EU-Bürger vom Internet-Shopping im Ausland abgehalten werden. Doch damit könnte bald Schluss sein.

06.02.2018
Täglich 187 Millionen Nutzer - Snapchat-Firma überrascht mit deutlichen Zuwächsen

Snapchat galt erst als zentraler Herausforderer von Facebook und dann als große Enttäuschung für Anleger. Aber die jüngsten Quartalszahlen zeigen, dass die Foto-App doch noch wieder wachsen kann.

07.02.2018
07.02.2018
07.02.2018
07.02.2018