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Wirtschaft Gut gewirtschaftet: Viele Firmen in MV expandieren
Nachrichten Wirtschaft Gut gewirtschaftet: Viele Firmen in MV expandieren
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00:00 25.04.2014
Die Zeiten sind sehr positiv. Wir wollen dieses Jahr expandieren und vier bis sechs neue Jobs schaffen.“Manfred Reining, Geschäftsführer Baltic Lloyd
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Schwerin

Die gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat auch MV erfasst. Beim Unternehmertag in Schwerin zeigten sich gestern die Teilnehmer sehr zufrieden mit der aktuellen Lage und blickten optimistisch in die Zukunft.

Nach Ansicht von Manuela Balan, Geschäftsführerin des Unternehmerverbands Rostock-Mittleres Mecklenburg, profitieren die Firmen im Land nicht nur von der allgemeinen Entwicklung, sie passen auch erfolgreich ihre Strukturen an: „Es reicht nicht mehr, nur ein Produkt anzubieten. Der Markt verlangt heute ein Rundum-Paket aus gutem Service, Kundenkontakten, modernem Marketing und Nachhaltigkeit.“

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Ein solches Paket zu bieten, sei in MV nicht immer einfach: „80 bis 90 Prozent unserer Unternehmen sind klein oder mittelständisch“, sagt Balan. „Der Vorteil daran ist, dass man nah am Produkt und am Kunden ist. Der Nachteil ist jedoch, dass viele Unternehmer keine freie Kapazität für strategische Planungen und professionelles Marketing haben.“ Die Lösung seien Partnerschaften mit Dienstleistern.

Hier habe sich im Land schon viel getan, vor allem im Marketing. „Nachholbedarf gibt es noch bei der Produkt- und Markenentwicklung.“

Beim Bürotechnikanbieter Heinrich Hünicke sieht man sich auf gutem Weg: „Wir bieten seit einigen Jahren nicht mehr nur das reine Produkt, sondern Systemlösungen“, sagt Geschäftsführer Thorsten Ries.

„Damit haben wir gute Antworten auf die Fragen der Zukunft.“ Mit der aktuellen Lage sei er „sehr, sehr zufrieden“. „Wir haben seit vielen Jahren eine kontinuierlich positive Entwicklung und erreichen unsere gesteckten Ziele.“ 60 Mitarbeiter beschäftigt Heinrich Hünicke in Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. „Seit letztem Jahr bilden wir zwei zusätzliche Lehrlinge aus“, sagt Ries.

Optimistisch ist auch Manfred Reining, Geschäftsführer des Rostocker Logistikunternehmens Baltic Lloyd: „Die Zeiten sind sehr positiv für die Wirtschaft.“ Derzeit hat Baltic Lloyd 70 Mitarbeiter.

„Wir wollen dieses Jahr expandieren und vier bis sechs neue Jobs schaffen. Langfristig soll die 100-Mitarbeiter-Zahl geknackt werden“, sagt Reining. Sorge mache ihm aber der Konflikt in der Ukraine und die angedrohten Sanktionen gegen Russland: „Wir bewegen in dieser Region sehr viel Ware.“

Eine sehr gute Auftragslage kann IT-Dienstleister Daten + Dienste in Rostock vorweisen. „Wir liefern vor allem Systemlösungen für die Tourismusbranche, die wird auch auf lange Sicht große Bedeutung in MV haben“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Stephan Thiel. Die 24 Arbeitsplätze hier seien sicher: „Wir bieten Dienst am Kunden, das geht nicht in Indien oder Pakistan.“ Ständig würden neue Mitarbeiter gesucht.

Laut Manuela Balan hängt die wirtschaftliche Entwicklung in MV auch stark vom Erfolg der Energiewende ab. Das kann Torsten Klement bestätigen: Er ist Geschäftsführer der Rostocker Eikboom GmbH, die mit dem Bau von Gondeln für Windkraftanlagen über 50 Prozent des Umsatzes macht. „2013 war eines unserer besten Jahre. Es wird schwer, dieses Ziel 2014 wieder zu erreichen.“ Wie von Balan empfohlen, hat sich auch Eikboom gut aufgestellt: „Wir sind heute nicht mehr nur Verarbeiter, sondern bieten auch Design, Konstruktion und Prototypenentwicklung“, sagt Klement. „Dazu haben wir ein Netzwerk aufgebaut, das funktioniert.“

Ifo: Geschäftsklima top
Volle Auftragsbücher und beste Aussichten: Die große Zuversicht deutscher Unternehmen untermauert die Hoffnung auf ein deutliches Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Der Krise in der Ukraine zum Trotz verbesserte sich die Laune in den Chefetagen der Unternehmen im April. Die Stimmungsaufhellung überraschte viele Volkswirte, die angesichts der sich verschärfenden Lage mit einem Dämpfer beim Ifo-Geschäftsklimaindex gerechnet hatten. Stattdessen stieg das wichtige Stimmungsbarometer nach einem Rückgang im März nach Angaben des Münchner Ifo Instituts gestern nun wieder von 110,7 auf 111,2 Punkte.



Axel Büssem

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