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Wirtschaft Handelskonflikt: Dunkle Wolken über US-Firmen in China
Nachrichten Wirtschaft Handelskonflikt: Dunkle Wolken über US-Firmen in China
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00:00 21.07.2018
Die Luftaufnahme zeigt den Container-Terminal von Qianwan in China, von wo viele Waren in die USA gehen. Quelle: Foto: Dpa
Peking

Ein Handelskrieg zwischen den USA und China würde die Zusammenarbeit der beiden größten Volkswirtschaften schwer treffen – mit Auswirkungen auf den Rest der Welt.

Nicht nur die globalen Lieferketten dürften darunter leiden, sondern vor allem auch die in China tätigen amerikanischen Unternehmen. „Die Wolken am Horizont“, warnt die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, „werden mit jedem Tag dunkler“.

Wenn US-Präsident Donald Trump seine Drohung wahr macht und weitere Strafzölle von zehn Prozent auf chinesische Importe im Wert von rund 200 Milliarden Dollar verhängt, wird China nicht nur ähnliche Zölle auf Einfuhren aus den USA verhängen – sondern wohl auch auf andere Weise zurückschlagen. Denn die USA exportieren mit 130 Milliarden US-Dollar (2017) gar nicht genug nach China, als dass Peking im gleichen Maße Strafzölle verhängen könnte. In China ansässige US-Firmen fürchten deswegen, dass sie die Opfer werden könnten. „Unsere Mitglieder sind sehr besorgt, was in Zukunft passieren könnte“, sagt der Chef der US-Handelskammer in China, William Zarit. Noch laufe keine Kampagne gegen US-Unternehmen in China. „Aber wenn der Handelskrieg richtig ausbricht, ist es möglich“, sagt auch Wirtschaftsprofessor Huang Weiping von der Pekinger Volksuniversität. Die Behörden könnten strenge Inspektionen zu Hygiene oder Arbeitssicherheit veranlassen, Betriebe vorübergehend schließen oder Genehmigungen verweigern. Es gibt viele Wege, mit denen China den USA wehtun könnte. Als Beispiel wird gern der Feldzug gegen südkoreanische Unternehmen 2017 zitiert, als die Regierung in Seoul gegen den Widerstand Pekings ein US-Raketenabwehrsystem installiert hatte. Dieses richtet sich zwar gegen Nordkorea, aber sein Frühwarnsystem kann auch weit nach China hineinlauschen. Südkoreanische Kaufhäuser in China mussten plötzlich wegen angeblicher Brandschutzprobleme schließen. Es gab auch Aufrufe zum Warenboykott. Verkäufe südkoreanischer Autos sackten ab. Reisen nach Südkorea wurden gestrichen. Die Tourismusindustrie verlor sechs bis sieben Milliarden US-Dollar. Jeder zweite Chinese würde im Falle eines Handelskrieges „sicher“ oder „möglicherweise“ amerikanische Waren boykottieren, ergab eine Umfrage der „Financial Times“.

A. Landwehr

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