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12:42 26.03.2018
Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hält beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) einen Vortrag.
Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hält beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) einen Vortrag. Quelle: Soeren Stache
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Berlin

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, macht sich zur Stabilisierung der Euro-Zone für einen milliardenschweren „Schlechtwetterfonds“ stark.

Jedes Euro-Land solle pro Jahr 0,35 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) dort einzahlen, sagte sie bei einer Rede des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Für relativ geringere Kosten könnte damit die Gefahr unkontrollierbarer Verwerfungen um mehr als 50 Prozent reduziert werden, sagte Lagarde. 

Für Deutschland wären das bei zuletzt rund 3,26 Billionen Euro BIP rund 11,4 Milliarden Euro pro Jahr - bei zehn Jahren dann rund 114 Milliarden Euro. Zwar sei das Wachstum mit erwarteten 2,2 Prozent für die Eurozone im fünften Jahr stabil, betonte Lagarde. „Aber da sind andere starke Gegenwinde. Denken Sie an den Aufstieg des Populismus und die ertönenden Sirenen des Protektionismus.“

Der IWF-Vorschlag für einen neuen Krisenfonds und eine bessere finanz- und steuerpolitische Zusammenarbeit sieht vor, dass der Fonds mit jährlichen Beiträgen - jenen 0,35 Prozent des BIP - finanziert wird, „um Rücklagen in guten Zeiten aufzubauen und Unterstützungstransfers für bestimmte Länder in schlechten Zeiten leisten zu können“.

Die Idee an sich ist nicht neu, wohl aber das konkrete Volumen. Lagarde erinnerte an Krisen wie den Zusammenbruch mehrerer Banken 2008 - und die folgende Schaffung von Finanz-Stabilisierungsfonds in der EU wie den ESM.

Sie betonte, Vorsorge sei immer günstiger. Daher unterstützte sie auch die Idee einer verbesserten Bankenunion in Europa mit klaren Regeln, um Zusammenbrüchen und Fehlmanagement besser vorzubeugen.

dpa

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