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Nachrichten Wirtschaft Immer mehr Diesel-Autos stehen zum Verkauf
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09:52 04.08.2017
VWs im Angebot: Mehr als 1.000.000 Diesel wurden im Mai 2017 auf Deutschlands größter Gebrauchtwagen-Website angeboten. Quelle: dpa
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Hannover

Fahrverbote, Software-Updates, Rückrufe: Der Abgasskandal verunsichert die deutschen Dieselfahrer. Immer mehr entscheiden sich deswegen, das Auto lieber zu verkaufen, bevor sie es gar nicht mehr benutzen können.

Auf der Gebrauchtwagen-Website Mobile.de wurden im Mai 2017 genau 1.022.562 Diesel-Fahrzeuge zum Verkauf angeboten. Das ist ein Anstieg von fast 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Mai 2015 wollen sogar knapp 30 Prozent mehr Autofahrer und Händler ihre Diesel-Fahrzeuge loswerden.

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Dieses Überangebot an Dieselfahrzeugen ist nicht ohne Folgen: Die Verkäufe laufen schleppender als in den vergangenen Jahren. So muss ein Diesel-Besitzer und Händler bei Mobile.de derzeit durchschnittlich knapp 89 Tage Geduld aufbringen, um sein Auto zu verkaufen. Vor einem Jahr waren es noch zehn Tage weniger.

Preise für Benziner sind bereits gestiegen

Und auch beim Preis macht sich das größere Angebot bereits bemerkbar, wenn auch eher indirekt. So ist der Preis, den die Diesel-Besitzer für ihren Wagen erzielen können, zwar nur um knapp ein Prozent gesunken. Allerdings ziehen die Benziner-Preise derzeit an: Im Vergleich zum Mai 2016 um gut sieben, im Vergleich zu 2015 sogar um 13 Prozent. Am meisten bemerkbar macht sich der Wertzuwachs aber bei alternativen Antrieben wie Elektro oder Hybrid. Für diese Wagen können Besitzer und Händler sogar Preise erzielen, die um 18 Prozent höher liegen als 2016.

Auch bei den Neuzulassungen ist der Trend deutlich spürbar. So hat sich das Verhältnis von Diesel- und Benzin-Fahrzeugen merklich verschoben. Machten Benziner im Jahr 2014 – also im Jahr vor Bekanntwerden der Abgasmanipulationen – noch 51 Prozent der Neuzulassungen aus, ist ihr Anteil im Juni 2017 bereits auf 57 Prozent gestiegen.

Von RND/aks