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Wirtschaft Öko und lecker: Acht Firmen aus MV bei der „Biofach“
Nachrichten Wirtschaft Öko und lecker: Acht Firmen aus MV bei der „Biofach“
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00:00 09.02.2016
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Malchin

Getreideanbau ohne Einsatz von Pestiziden und Fleisch aus Weidehaltung: Der ökologische Landbau hat in MV einen hohen Stellenwert. Laut Landwirtschaftsministerium werden hier öko-zertifiziert jeweils 15 Prozent des Schweine- und Rindfleisches sowie ein Fünftel aller Bio-Eier in Deutschland produziert. Auf der morgen beginnenden, viertägigen „Biofach“ im fränkischen Nürnberg präsentieren 2500 Aussteller ihre Waren, darunter acht Unternehmen aus MV. „Sie werden unser Land als Spitzenreiter im Ökolandbau würdig repräsentieren“, sagt Minister Till Backhaus (SPD), der die Messe am Eröffnungstag besuchen wird.

Torsten Hein, Geschäftsführer der Biopark Markt GmbH aus Malchin (Mecklenburgische Seenplatte) ist seit 22 Jahren dabei. Er vermarktet und vertreibt Produkte der Biopark-Betriebe in Deutschland. „Wir stellen unsere Produkte für die Grillsaison vor. Steakware von Ochse und Färse.“ Die Messe sei gut, um Kontakte zu pflegen und neue Abnehmer zu finden — rund 44600 Fachbesucher werden erwartet. „Das Interesse an gesunder und regionaler Nahrung gewinnt an Bedeutung. Die Verbraucher wollen wissen, woher das Fleisch kommt und wie es produziert wurde“, meint der Geschäftsführer.

Die Biopark-Betriebe in MV haben rund 32 000 Mutterkühe, die nicht gemolken werden und einmal im Jahr Nachwuchs kriegen. „Die Kälber bleiben bis zu zehn Monate bei der Mutter und werden dann zu Ochsen und Färsen gemästet“, sagt der 51-Jährige. Neben der schonenden Zucht sei die Weidehaltung wichtig. „Grünfutter ist gut für das Fleisch. Zudem werden die Tiere zwei Jahre gemästet, acht Monate länger als bei der konventionellen Landwirtschaft.“ Auch Schlachtung und Futtermittelherstellung finde in der Region statt.

Neben der Fleischproduktion setzt das Unternehmen auf den Getreide-Anbau. Dafür biete MV ideale Bedingungen. „Wir haben eine tolle Natur, keine Industrie und durch zusammenhängende Flächen wenig Randkontaminierung von anderen Höfen“, sagt Hein.

Immer häufiger seien Verbraucher bereit, für die arbeitsaufwändige Produktion mehr Geld auszugeben. „Der Biomarkt hat ein jährliches Wachstum zwischen drei und acht Prozent“, berichtet Hein.

Auch Bio-Backwaren werden laut Christian Wegner von den „Mecklenburger Backstuben“ immer beliebter. Zum ersten Mal seit 1998 ist das Unternehmen aus Waren wieder an der Fachmesse beteiligt.

„Generell unterscheidet Bio-Backware von konventioneller Backware, dass im Getreideanbau keine synthetischen Pflanzenmittel eingesetzt werden. Es sind nur ganz wenige, bestimmte Zusatzstoffe erlaubt.

Zudem dürfen die Rohstoffe nicht genmanipuliert sein“, sagt Wegner und erklärt: „Für unsere Steinofen-Backwaren verwenden wir sorgfältig ausgewählte und hochwertige Rohstoffe. Wir bieten unsere Steinofenprodukte auch in Clean Label-Qualität an, das heißt, wir versuchen auf Zusatzstoffe zu verzichten. Also beinahe wie zu 'Großvaters Zeiten'“.

Auf der „Biofach“, präsentieren sich außerdem die biosanica Manufaktur aus Süderholz bei Grimmen, die EO Mecklenburger Ernte GmbH/Behr AG aus Gresse (Ludwigslust-Parchim), die Invest in MV GmbH aus Schwerin, die Qualitätsfleischerzeugergemeinschaft Weidehof aus Hohen Wangelin (Mecklenburgische Seenplatte), die Störtebeker Braumanufaktur aus Stralsund und die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten.



Katharina Ahlers

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