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Wirtschaft Russischer Mittelstreckenjet MS-21 hebt erstmals ab
Nachrichten Wirtschaft Russischer Mittelstreckenjet MS-21 hebt erstmals ab
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12:34 29.05.2017
Die MS-21 soll den etablierten Boeing 737 und Airbus A320 sowie deren auf weniger Spritverbrauch getrimmten Nachfolgern 737-MAX und A320neo Konkurrenz machen.
Die MS-21 soll den etablierten Boeing 737 und Airbus A320 sowie deren auf weniger Spritverbrauch getrimmten Nachfolgern 737-MAX und A320neo Konkurrenz machen. Quelle: Alexander Astafyev/sputnik/g
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Irkutsk

Der neue russische Mittelstreckenjet MS-21 hat nach einigen Verzögerungen seinen ersten Testflug absolviert.

Der Flug im sibirischen Irkutsk am Sonntag dauerte rund 30 Minuten und erreichte bei einer Geschwindigkeit von 300 Stundenkilometern eine Höhe von etwa 1000 Metern, wie der Hersteller Irkut mitteilte. „Die Mission ist erfüllt. Alles ist normal verlaufen“, sagte der Pilot nach der Landung. Der Testflug war mehrmals verschoben worden.

Die MS-21 soll den etablierten Mittelstreckenjets Boeing 737 und Airbus A320 sowie deren auf weniger Spritverbrauch getrimmten Nachfolgern 737-MAX und A320neo Konkurrenz machen. Erst Anfang Mai hatte auch der chinesische Flugzeugbauer Comac seinen ersten Mittelstreckenjet in die Luft geschickt.

Unter den Neulingen liegen die Russen mit 175 Bestellungen für die MS-21 noch weit hinter den Chinesen zurück. Comac meldete zuletzt Aufträge über insgesamt 570 Exemplare der C919 von 23 Kunden. Die MS-21 soll in den kommenden zwei Jahren in den Dienst gehen. Bis 2037 will Russland bis zu 1000 MS-21 produzieren, wie Industrieminister Denis Manturow ankündigte.

Die Mittelstreckenjets mit Standardrumpf und nur einem Gang zwischen den Sitzreihen sind das absatzstärkste Flugzeugsegment weltweit. Bisher wird es weltweit vom US-Konzern Boeing und seinem europäischen Rivalen Airbus beherrscht, die ihre Produktionskapazitäten für Maschinen dieser Klasse derzeit kräftig ausbauen. Die Flugzeuge kosten - je nach Ausführung - laut Preisliste rund 100 Millionen US-Dollar. Allerdings sind bei Großbestellungen hohe Rabatte üblich.

dpa

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