Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Ryanair macht trotz sinkender Ticketpreise mehr Gewinn
Nachrichten Wirtschaft Ryanair macht trotz sinkender Ticketpreise mehr Gewinn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:35 21.05.2018
Ryanair-Maschinen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn. Europas größter Billigflieger bleibt auf Wachstumskurs.
Ryanair-Maschinen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn. Europas größter Billigflieger bleibt auf Wachstumskurs. Quelle: Thomas Frey
Anzeige
Dublin

Trotz steigender Ölpreise werden Urlaubsflüge in diesem Sommer und Herbst nach Erwartungen von Ryanair nicht teurer.

Noch sei es für Vorhersagen zwar sehr früh, er rechne aber mit stabilen Ticketpreisen, erklärte Unternehmenschef Michael O'Leary am Montag. Zugleich warnte er, höhere Kosten für Piloten, Crew und Treibstoff könnten den Gewinn des irischen Billigfliegers drücken.

Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 hatten sinkende Ticketpreise und 20 000 gestrichene Flüge Europas größten Billigflieger nicht vom Wachstumskurs abgebracht. Der Gewinn kletterte um 10 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro. Vor allem in Deutschland, Italien und Spanien stiegen mehr Passagiere in die blau-weißen Flieger.

O'Leary erwartet, dass das auch in diesem Jahr weitergeht. Trotzdem peilt er für das laufende Geschäftsjahr nur noch einen Gewinn von 1,25 bis 1,35 Milliarden Euro an. Zwar werde der Umsatz steigen, aber im Ergebnis würden sich höhere Kosten negativ bemerkbar machen. Allein die Treibstoffrechnung werde in diesem Jahr um rund 400 Millionen Euro wachsen.

Der Wettbewerb um günstige Preise geht auch an den Iren nicht spurlos vorbei. Der durchschnittliche Ticketpreis fiel zuletzt allerdings nur noch um drei Prozent auf 39,40 Euro. „Gute Nachrichten für unsere Gäste, schlechte für die Wettbewerber“, kommentierte Ryanair.

Die Zahl der Fluggäste legte um neun Prozent auf rund 130 Millionen zu - und das obwohl die Iren im Herbst 20 000 Flüge strichen, nachdem sie Urlaubszeiten der Piloten im Dienstplan nicht ausreichend berücksichtigt hatten. Ryanair konnte seine Flieger zu 95 Prozent füllen - deutlich besser als jede andere Airline.

Pilotenstreiks muss Ryanair vorerst wohl nicht fürchten - kurz vor Weihnachten waren sie nur knapp abgewendet worden. Man müsse nun sehen, wie man in den bislang kleinteiligen Verhandlungen vorankomme, sagte der Vorsitzende der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, Ilja Schulz. Er habe allerdings große Zweifel, dass Ryanair in diesem Sommer sämtliche geplanten Flüge auch tatsächlich mit Personal besetzen könne.

O'Leary kündigte an, mehrere Hundert neue Piloten und Crewmitglieder einzustellen - unter anderem ehemalige Mitarbeiter von Air Berlin. So schnell wie möglich will er zudem die Mehrheit an Niki Laudas neuer Fluglinie Laudamotion übernehmen. Im April hatte Ryanair zunächst knapp ein Viertel der Anteile gekauft. Wegen teurer Leasingverträge mit der Lufthansa werde Laudamotion zwar zwei Jahre lang große Verluste einfliegen, danach aber profitabel sein, erklärte O'Leary.

dpa

Mehr zum Thema

Kurz nach dem Start stürzt eine mit mehr als 100 Menschen besetzte Maschine auf ein Feld in der Nähe des Flughafens von Havanna. Drei Menschen werden lebend aus den rauchenden Trümmern geborgen.

18.05.2018

Rund 24 Stunden nach dem Absturz eines Flugzeugs in Havanna sind die Ursachen unklar. Dass außer drei gefundenen Schwerverletzten noch jemand den Unfall überlebt hat, ist unwahrscheinlich. Die Maschine war bereits seit fast 40 Jahren in Betrieb.

19.05.2018

Im vergangenen Geschäftsjahr meldete Qatar Airways noch große Umsatzsteigerungen. Die Fluggesellschaft gibt sich auch trotz einer Blockade der arabischen Nachbarstaaten kämpferisch. Aber die Auswirkungen sind deutlich.

19.05.2018