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Wirtschaft Saudis lieben Weizen aus MV
Nachrichten Wirtschaft Saudis lieben Weizen aus MV
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00:00 09.12.2015
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Rostock

Exportschlager Getreide: Saudi-Arabien rückt in diesem Jahr in die Spitzengruppe der wichtigsten Handelspartner Mecklenburg-Vorpommerns vor. Für 312 Millionen Euro wanderten im ersten Halbjahr 2015 Waren in den Staat zwischen Rotem Meer und Persischem Golf. 97 Prozent davon waren Weizen und Gerste.

„Der absolute Exportschlager aus MV ist Weizen“, sagt Constantin Marquardt, Sprecher des Agrarministeriums. Vier Millionen Tonnen der nahrhaften Körner gingen allein zwischen Januar und Juni 2015 auf Reisen. Ziele sind Länder in Afrika und im arabischen Raum: Saudi-Arabien, Iran, Algerien, Jemen und Nigeria. Auch Gerste aus MV erfreue sich in südlichen Ländern großer Beliebtheit: 923000

Tonnen im genannten Zeitraum. Dritte Boom-Ware ist Roggen. Der Wüstenstaat Saudi-Arabien entwickelt sich damit zum Hauptabnehmer von Gütern der Land- und Forstwirtschaft. Gegenüber 2014 hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt. Weniger nachgefragt sind Milcherzeugnisse, Backwaren, Ölfrüchte, Obst, Geflügel und Tabakerzeugnisse.

Die Gewinne der deutschen Bauern sind angesichts gesunkener Weltmarktpreise und politischer Barrieren beim Export nach Russland massiv eingebrochen. Im vergangenen Wirtschaftsjahr 2014/15 sackte das Unternehmensergebnis im Schnitt um 35 Prozent auf 43300 Euro ab, wie der Bauernverband gestern mitteilte. Davon sind noch Investitionen zu finanzieren. „Die Situation ist schwierig“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Allein Wein- und Ökobauern konnten sogar zulegen Der Gesamtaustausch von Waren des Bundeslandes MV hat sich in diesem Jahr deutlich erhöht: von Januar bis Juni um mehr als 15 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro beim Export und um elf Prozent auf 2,6

Millionen Euro beim Import. Hauptprofiteure waren demnach die gewerbliche Wirtschaft (plus zwölf Prozent) und Ernährungswirtschaft (plus zehn Prozent). Hält der Handelstrend bis Jahresende an, sei beim Export ein Plus von 16,6 Prozent gegenüber 2014 zu erwarten. Auf Platz eins der Exportnationen sind die Niederlande gerückt: 404 Millionen Euro Umsatz in sechs Monaten. Dabei handele es sich vor allem um Mineralölerzeugnisse und Produkte der Ernährungswirtschaft, die aus dem Nordosten ins Land der Tulpen verschickt werden, sagt Regierungssprecher Andreas Timm.

Es folgt Nachbarland Polen mit 331 Millionen Euro Warenvolumen, wo vor allem Düngemittel und Fahrgestelle aus MV landen, dann Saudi-Arabien (312), Großbritannien (179), Frankreich (171) und Dänemark (168).

Bei den Importen ergibt sich ein anderes Bild. Aus Dänemark haben MV-Firmen im ersten Halbjahr Waren im Wert von 305 Millionen Euro erhalten, gefolgt von Polen (298), den Niederlanden (235), Russland (227) und Finnland (202).

Über den Globus verteilt hat sich das Warenaufkommen von und nach MV verändert. Während der Export in europäische Länder um 13 Prozent, nach Asien um fünf Prozent, nach Afrika um drei Prozent zulegte, sank der Anteil ausgeführter Waren nach Amerika um drei Prozent. Beim Import gibt es Zuwächse innerhalb Europas (zehn Prozent) und aus Asien (25 Prozent), Rückgänge dagegen bei Warenlieferungen aus Amerika (zehn Prozent) und Afrika (16 Prozent).



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