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Seewirtschaft Hier gibt es Studentenjobs in Rostock für 12 Euro pro Stunde
Nachrichten Wirtschaft Seewirtschaft Hier gibt es Studentenjobs in Rostock für 12 Euro pro Stunde
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06:35 19.03.2019
Stellen Staff Eins vor: (von links) Jule Telzerow (23), Maja Varrelmann (27), Volker Rantz (43, Geschäftsführung) und Jacob Handy (29). Quelle: Jana Schubert
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Rostock

Es ist altbekannt, dass Studenten meist knapp bei Kasse sind. Das weiß auch Staff Eins, „Teamdienstleister“ aus Rostock, der sich auf Jobs für Studierende spezialisiert hat. Gut bezahlte Jobs. Mit dem Modell, Teams aus Studenten an Unternehmen zu vermitteln, ist Staff Eins bundesweit einzigartig. Das Unternehmen wirbt mit einem garantierten Stundenlohn von zwölf Euro - egal in welchem Bereich. Dass das gut ankommt, zeigen 1000 bei Staff Eins registrierte Studenten. Sie können sich frei auf verfügbare Jobs, die in Schichten von mindestens vier Stunden organisiert sind, bewerben. Beispiel: Eine Gaststätte richtet eine Hochzeit aus und benötigt fünf zusätzliche Kellner für einen Abend. Oder eine Reederei braucht für einen Passagierwechsel in Warnemünde dutzende Reinigungskräfte und Kofferträger. Die Angebote reichen mittlerweile von Gastronomie, Eventbetreuung und Promotion über Bürojobs bis hin zu Tätigkeiten auf Kreuzfahrtschiffen oder Gebäudereinigung. Einzige Bedingung: ein gültiger Studienausweis.

Aida Cruises von Studenten begeistert

2013 begann die Firma als Start-up Caretools. Gründer und Geschäftsführer Volker Rantz war zunächst nicht auf Studenten fokussiert, ein Auftrag der Kreuzfahrtreederei Aida Cruises änderte das. „Wir haben das ausprobiert, und die waren von den Studenten begeistert.“ 2016 dann die Umbenennung in Staff Eins.

Filialen auch in Hamburg und Kiel

Mittlerweile besteht das Organisations-Team in Rostock aus sieben Personen, die mit 120 Kundenunternehmen zusammenarbeiten. Filialen gibt es in Berlin, Hamburg, Kiel und Hannover. Das Ziel: Expansion. Es sollen an den jeweiligen Standorten weitere Partnerunternehmen gewonnen werden, außerdem sollen Angebote in Universitätsstädten wie Leipzig und Dresden dazukommen.

Nicht die Katze im Sack

Die Entscheidung, ausschließlich Studierende zu vermitteln, erklärt Jule Telzerow (23), die unter anderem für die Koordination von Schichten zuständig ist. Die Lehramtsstudentin für Deutsch und Sport arbeitet seit vier Jahren bei Staff Eins: „Die Idee war, dass Studenten nebenbei etwas verdienen wollen, aber sich nicht unbedingt langfristig binden wollen. Das ermöglichen wir ihnen durch unser System.“ Jacob Handy (29) organisiert die Kommunikation mit den Partnerunternehmen: „Dadurch können wir dem Auftraggeber Qualität und Zuverlässigkeit garantieren. Man kauft bei uns nicht die Katze im Sack.“

Schichten werden online angeboten

Ist die Bewerbung einmal angenommen, werden mögliche Schichten in einem System online angeboten. Studenten können sich auf Jobs bewerben, die in Aufgabenfeld und Zeitrahmen passen. Ganz egal, welchen Job man sich am Ende aussucht, die Bezahlung ist immer gleich: zwölf Euro pro Stunde.

Wie dieser Lohn auch bei normalerweise schlechter bezahlten Jobs möglich ist, erläutert Geschäftsführer Volker Rantz: „Wir haben dank unseres Modells, das den Auftraggebern ermöglicht, flexibel Teams zu beauftragen, eine hohe Nachfrage. Das münzen wir in sehr gute Bezahlung um.“ Zudem habe Staff Eins eine flache Hierarchie, die keine hohen Summen verschlinge – so komme das Geld auch bei den Studierenden an.

Jeder findet den Job, den er mag

Die Entscheidung für einen Job fällt schwer: Gastronomie, Bürojobs und auch logistische Arbeiten seien beliebt. Während der Kreuzfahrtsaison werde sich aber vor allem auf die Jobs auf den Schiffen beworben, erklärt Handy, der Englisch und Bio auf Lehramt studiert. „Jeder findet den Bereich, der ihm liegt und den er mag“, ergänzt Maja Varrelmann (27), die die Onlinewerbung betreut. Sie schätzt, genau wie Telzerow und Handy, vor allem die Flexibilität und lockere Atmosphäre des Teams.

Punktesystem hilft bei Entscheidung

Bei vielen Bewerbern für eine Schicht sei es schwer, fair auszuwählen, welcher Student die Schicht bekommt. Die Entscheidung erleichtere ein Punktesystem, mit dem die Studenten Punkte für Zuverlässigkeit, laufende Bewerbungen, Engagement und bereits absolvierte Einsätze sammeln. Es werde zudem darauf geachtet, dass alle am Ende des Monats ihren Wunschlohn erhalten können, sagt Varrelmann. Und: Gebe es Bewerbungen von Freunden, würden diese meist gemeinsam genommen. Zwangspausen wegen Prüfungen oder Praktika seien für Staff Eins kein Problem. Nach dem Studium allerdings sei Schluss: Sobald man keinen gültigen Studienausweis mehr hochladen könne, werde man automatisch vom System ausgeschlossen.

Jana Schubert

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