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Wirtschaft Selber schrauben war gestern: Ikea bringt den Taskrabbit nach Deutschland
Nachrichten Wirtschaft Selber schrauben war gestern: Ikea bringt den Taskrabbit nach Deutschland
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19:03 30.10.2019
Taskrabbit, ein digitaler und mobiler Marktplatz für Haus- und Heimwerkerarbeiten, wird im November in Deutschland starten. Quelle: TaskRabbit/TaskRabbit/obs
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Irgendwas ist immer. Reparaturen, Arbeit im Garten oder der Aufbau eines Möbelstücks: Im Haushalt fällt viel Arbeit an – und die Lust, sie selber zu erledigen, ist in der Regel gering. Davon sind zumindest die Gründer von Taskrabbit, dem Start-up für Nachbarschaftshilfe aus dem Silicon Valley, überzeugt. Hinter dem Wort Nachbarschaftshilfe steckt in diesem Fall aber kein Altruismus – sondern ein knallhartes Geschäftsmodell. Das hat auch der schwedische Möbelriese Ikea erkannt, der die Newcomer aus Kalifornien vor zwei Jahren übernommen hat.

Die Plattform vermittelt „Tasker“ für kleine Jobs

Die Online-Plattform vermittelt Menschen, sogenannte „Tasker“, die kleinere Arbeit rund um Haus und Garten übernehmen. „Taskrabbit ist ein Netzwerk, das viel beschäftigten Menschen den Alltag erleichtern soll. Und bei mir sind das kleine Reparaturen im Haus – Dinge, die eigentlich nicht viel Zeit kosten, aber sich summieren", sagte Firmen-Gründerin Stacy Brown-Philpot im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“.

Das Start-up ist weltweit bereits in 70 Regionen aktiv, darunter den USA, Kanada, Frankreich und Großbritannien. Im November startet es auch in Deutschland. Zunächst in Berlin und im Rhein-Ruhr-Gebiet als eine Art Testballon, später sollen weitere Ballungsräume dazukommen. Um die Deutschen von der Idee zu überzeugen, bietet Taskrabbit zum Start 26 Servicekategorien an. Putzaufträge gehören ebenso dazu wie Umzüge, Entrümpelungen oder eben den gerade für Ikea interessanten Möbelaufbau.

Bei dem Hilfe zu vermitteln ist für Ikea aber nicht der Hauptgrund, auf das Start-up zu setzen. Viel mehr steht der Versuch dahinter, das Geschäftsmodell zu erweitern – und nicht mehr nur als Händler, sondern auch als Service-Vermittler aufzutreten.

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Das hat aber auch einen Haken: Taskrabbit vermittelt lediglich Arbeitskräfte. Ist der Kunde mit der Arbeit unzufrieden, muss er sich mit demjenigen auseinandersetzen, der den Auftrag ausgeführt hat – Taskrabbit hat damit nichts zu tun. Denn: Wer seine Arbeitskraft auf dem Portal anbietet, arbeitet auf eigene Verantwortung, so die Idee. Nutzer können hinterher aber eine Bewertung veröffentlichen.

Auch die Lohnhöhe wird von Taskrabbit nicht vorgegeben: Anbieter und Nachfrager müssen selber den Preis bestimmen – in den USA seien das umgerechnet durchschnittlich 35 Euro pro Stunde, sagt die Gründerin. Ob sich die Erfahrungen aus den USA auf Deutschland übertragen lassen, wird sich schon bald zeigen.

Von Fabian Hartmann/RND

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