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Wirtschaft Siemens trennt sich von Personalchefin Kugel
Nachrichten Wirtschaft Siemens trennt sich von Personalchefin Kugel
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17:21 27.07.2019
Janina Kugel, Vorstandsmitglied und Leiterin des Personalwesens der Siemens AG, spricht während einer Pressekonferenz. Quelle: Sven Hoppe/dpa
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München

Siemens-Personal-Chefin Janina Kugel steht nach Medienberichten vor dem Abschied. Der Vertrag der Managerin werde überraschend nicht verlängert, schreiben das „Handelsblatt“ und die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Bei Siemens hieß es am Samstag auf Anfrage in München, Spekulationen würden nicht kommentiert.

Kugel sucht den Angaben zufolge eine neue Herausforderung. Zudem habe es im Aufsichtsrat des Industriekonzerns auch Kritiker der 49-Jährigen gegeben, schreibt das „Handelsblatt“.

Auch die FAS zitiert nicht näher genannte Quellen, wonach die Managerin einen Schlussstrich ziehen wolle, weil sie ihre Mission als erfüllt ansehe und neue Aufgaben anstrebe. Im Unternehmen gebe es aber auch Stimmen, die daraufhin deuteten, dass der Aufsichtsrat zuletzt unzufrieden gewesen sei mit der Arbeit Kugels.

Janina Kugel seit 2001 bei Siemens

Kugel gilt als eine der prominentesten Siemens-Führungskräfte. Ihr Vertrag läuft nach Angaben beider Blätter noch bis Ende Januar 2020. Daher müsste der Aufsichtsrat den Vertrag nach den Siemens-Gepflogenheiten jetzt verlängern. Dazu werde es aber nicht kommen. Der Aufsichtsrat tage am kommenden Mittwoch (31. Juli).

Kugel arbeitet seit 2001 - von einem kurzen Abstecher zu Osram abgesehen - für Siemens. Seit 2015 gehört die Volkswirtin dem Konzernvorstand an. Zuletzt hatte Kugel unter anderem die Sozialpläne für den Stellenabbau in der kriselnden Kraftwerksparte von Siemens mit Arbeitnehmervertretern ausgehandelt.

Kugel ist eine der wenigen Frauen in Vorständen der großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder lag Anfang 2019 in den 30 Dax-Konzernen nach Angaben der Beraterfirma EY bei 14,5 Prozent. In mehr als drei Viertel der Dax-Unternehmen (76,7 Prozent) saß demnach aber mindestens ein Frau im Vorstand.

Von RND/dpa