Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Smartphones mit Schadsoftware ausgeliefert – Bundesamt warnt
Nachrichten Wirtschaft Smartphones mit Schadsoftware ausgeliefert – Bundesamt warnt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:57 26.02.2019
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Quelle: Oliver Berg/dpa
Bonn/Barcelona

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor einem Tablet- und zwei Smartphone-Modellen gewarnt, die mit Schadsoftware ausgeliefert worden sind oder per Firmware-Update davon befallen werden können.

Beim Tablet Eagle 804 von Krüger&Matz sei eine vorinstallierte Schadsoftware gefunden worden, die mit einem Server Kontakt aufnimmt, und über den etwa weitere Schadsoftware wie Trojaner aufs Gerät gelangen können, wie die Behörde mitteilt.

Bei den Smartphones Ulefone S8 Pro und Blackview A10, die das BSI ebenfalls über einen Onlinemarktplatz bestellt und getestet hat, konnte im aktuellen Auslieferungszustand zwar keine Schadsoftware nachgewiesen werden.

Schadsoftware in Firmware enthalten

Die Hersteller bieten jedoch auf ihren Internetseiten als einzige Variante eine Firmware mit niedrigerer Versionsnummer zum Download an, in der diese Schadsoftware enthalten ist. Deshalb geht die Behörde davon aus, dass mit diesen Firmwareversionen ausgelieferte Geräte ebenfalls betroffen sind.

Weil das BSI täglich mehr als 20 000 Verbindungen unterschiedlicher deutscher IP-Adressen mit dem Schadsoftware-Server aufzeichnet, seien die Mobilfunkanbieter über infizierte Geräte in ihren Netzen informiert worden. Sie sollen nun betroffene Kunden informieren.

Verbraucher, die so eine Nachricht von ihrem Mobilfunkanbieter erhalten, haben dem BSI zufolge keine Möglichkeit, die Malware von ihrem Gerät zuverlässig zu entfernen oder dieses ohne Schadfunktionalität zu betreiben.

Behörde gibt Tipps für „fundierte Kaufentscheidung“

Grundsätzlich rät die Behörde Verbrauchern, nicht allein wegen des Preises oder bestimmter Funktionen eine Kaufentscheidung für ein Mobilgerät zu treffen. Man zahle sonst möglicherweise mit seinen Daten oder werde Opfer betrügerischer Aktivitäten.

Lesen Sie auch: Das müssen Sie beim Kauf eines alten Handys beachten

Um eine fundierte Kaufentscheidung treffen zu können, seien Verbraucher aber auch auf eine transparente Darstellung der Sicherheitseigenschaften angewiesen. Hier seien die Händler gefordert. Sie müssten dafür Sorge tragen, dass solche Geräte gar nicht erst auf den Markt kommen.

Die Hersteller der Mobilgeräte hat das BSI ebenfalls informiert und aufgefordert, geeignete Maßnahmen zu treffen, um die Sicherheit ihrer Gerät und Kunden wiederherzustellen.

Lesen Sie auch: Neues Nokia-Smartphone hat fünf Kameras auf der Rückseite

Von RND/dpa/ngo

Ein 70-jähriger Mann glaubt, durch Glyphosat an Krebs erkrankt zu sein und zieht vor Gericht. Der Prozess gegen die Bayer-Tochter Montsano ist hochbrisant. Doch zu Beginn knöpft sich die Richterin nicht den Saatgutriesen vor, sondern die Klägeranwältin.

26.02.2019

Elon Musks offensive Social-Media-Präsenz wieder einmal zum Problem. Vergangene Woche teilte der Tesla-Chef Informationen mit seinen 25 Millionen Twitter-Followern, die der US-Börsenaufsicht überhaupt nicht gefielen. Das könnte nun unangenehme Folgen haben.

26.02.2019

In einer bei Aldi Süd und Aldi Nord verkauften Wurst wurden „krankmachende Bakterien“ festgestellt. Offenbar wurde der Keim bei deutlich mehr Packungen entdeckt als zunächst angenommen.

26.02.2019