Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Softbank will Uber-Aktien mit kräftigem Abschlag kaufen
Nachrichten Wirtschaft Softbank will Uber-Aktien mit kräftigem Abschlag kaufen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:13 28.11.2017
Arbeitet nach einer rasanten globalen Expansion weiterhin mit hohen Verlusten: der Fahrdienst-Vermittler Uber.
Arbeitet nach einer rasanten globalen Expansion weiterhin mit hohen Verlusten: der Fahrdienst-Vermittler Uber. Quelle: Eric Risberg/symbolbild
Anzeige
San Francisco

Der japanische Technologiekonzern Softbank will laut Medienberichten die aktuelle Krise von Uber nutzen, um sich mit einem deutlichen Rabatt bei dem Fahrdienst-Vermittler einzukaufen.

Softbank habe beim Angebot an bisherige Aktionäre den Firmenwert von Uber bei lediglich 48 Milliarden Dollar (40 Milliarden Euro) angesetzt, schrieben der Finanzdienst Bloomberg und die „New York Times“ in der Nacht zum Dienstag. Das wäre ein Abschlag von rund 30 Prozent auf die bisherige Bewertung des teuersten Start-ups der Welt.

Softbank will sich demnach eine Beteiligung von mindestens 14 Prozent an Uber sichern. Der geplante Deal bestehe aus zwei Teilen. Für rund eine Milliarde Dollar sollen Anteile direkt bei dem Fahrdienst-Vermittler zur bisherigen Spitzenbewertung zwischen 68 und 69 Milliarden Dollar gekauft werden. Den Rest will sich Softbank bei bisherigen Aktionären holen - und einige von ihnen seien auch bereit, zu dem niedrigeren Preis zu verkaufen, hieß es.

Uber ist in diesem Jahr durch eine Serie von Skandalen erschüttert worden. Der Mitgründer und langjährige Chef Travis Kalanick musste gehen, nachdem eine Untersuchung zu Vorwürfen von Sexismus und Diskriminierung in dem Unternehmen Missstände beim Management aufdeckte. Das Unternehmen steht im Visier einer Klage der Google-Schwesterfirma Waymo, die Uber den Einsatz bei ihr gestohlener Roboterwagen-Technologie vorwirft.

Jüngst musste der neue Chef Dara Khosrowshahi zudem einräumen, dass Uber ein Jahr lang einen Hacker-Angriff verschwieg, bei dem Daten zu 57 Millionen Nutzern und Fahrern erbeutet wurden. Statt sie zu informierten zahlte Uber den Angreifern 100 000 Dollar für die Vernichtung der gestohlenen Informationen.

Die Investition von Softbank ist wichtig für Uber: Der Fahrdienst-Vermittler arbeitet nach einer rasanten globalen Expansion weiterhin mit hohen Verlusten und kann eine weitere Geldspritze bis zu dem für 2019 anvisierten Börsengang gut gebrauchen. Außerdem könnte Softbank seine Milliarden sonst in den Rivalen Lyft stecken.

dpa

Mehr zum Thema

Immer weniger Neuwagenkäufer lassen sich vom Verbrauchsvorteil des Dieselmotors überzeugen. Zu groß sind die Unwägbarkeiten, die mit dem Selbstzünder nach dem Abgasskandal verbunden sind. Und nur die wenigsten Motoren sind wirklich zukunftsfest - was nun tun?

24.11.2017

Uber hat sich auch nach dem Chefwechsel Zeit damit gelassen, Behörden und Betroffene über den ein Jahr zurückliegenden großen Datendiebstahl zu informieren.

24.11.2017

Wo früher der Parkgroschen fiel, ist heute mitunter schon das Smartphone gefragt. Denn in immer mehr Städten lassen sich Parkplätze inzwischen auch bargeldlos buchen und bezahlen.

28.11.2017