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Wirtschaft „Star Wars“ — die galaktische Geldmaschine
Nachrichten Wirtschaft „Star Wars“ — die galaktische Geldmaschine
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00:00 15.12.2015
Merchandising-Produkte zum neuen „Star Wars“-Film in einem amerikanischen Disney-Store.
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Rostock

Es ist ein Milliarden-Imperium: Der neue Star-Wars-Film, der am Donnerstag in die deutsche Kinos kommt, soll der Kassenschlager schlechthin werden. Und die Fans von Darth Vader und Meister Yoda enttäuschen die Kino-Betreiber nicht. Für „Das Erwachen der Macht“ hat die Cinestar-Gruppe mit Sitz in Lübeck bisher mehr als 200000 Karten verkauft. „Das ist sensationell und hat alle Erwartungen übertroffen“, freut sich Geschäftsführer Oliver Fock. Sieben Standorte hat die Gruppe in Mecklenburg-Vorpommern — in Rostock (2), Neubrandenburg, Greifswald, Waren, Wismar und Stralsund. Für diejenigen, die es nicht erwarten können, die Fortsetzung von der Geschichte der Yedi-Ritter zu sehen, beginnen die ersten Vorstellungen am Donnerstag bereits um eine Minute nach Mitternacht — an allen Standorten.

1977 hat Filmemacher George Lucas mit „Star Wars“ einen Mythos erschaffen, der bis heute Millionen Menschen ergreift. Und ein Milliardengeschäft. Nicht nur an den Kinokassen treibt die neue Episode der „Star Wars“-Saga die Umsätze in die Höhe. Vom Mega-Marketing rund um den siebenten Teil profitiert vor allem auch die Spielwarenbranche. In den Läden sind die Verkaufsschlachten bereits seit Wochen in vollem Gang. Seit September liegen die neuen Spielfiguren, elektronische Lichtschwerter, Helme und Umhänge in den Ladenregalen. Viele Produkte — vor allem die mit Lego-Steinen — sind bereits ausverkauft. Das bestätigt ein Sprecher des „Spiele Max“ in Sievershagen bei Rostock. Wer noch einen der begehrten Baukasten ergattern möchte, sollte sich beeilen. Katharina Schöll hat in ihrer „Schatzinsel“ in Wismar noch Lego-Lichtschwerter, Raumschiffe, Kampfgeschwader und Figuren. „Die Star-Wars- Produkte sind sehr beliebt, oft landen sie als Weihnachtsgeschenk unter dem Baum“, sagt sie. Auch in Stralsund zählen die Star-Wars-Lizenzprodukte zu den Bestsellern im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Gerade für Jungs sind sie das Geschenk schlechthin, betont Jörg Barkhorn von „Spiele Max“.

Der Erfolgsdruck ist groß: Der Disney-Konzern soll für die Filmrechte vier Milliarden Dollar hingeblättert haben, und das Geld soll wieder reingeholt werden. Mit Kleidung, Computerspielen und Co.

hofft Disney auf ein Vermögen. Und der Spielwarenhandel verdient dabei kräftig mit: „Star Wars“ ist mit rund 50 Millionen Euro Umsatz das mit weitem Abstand größte Lizenzthema in der Branche. Fast jedes fünfte Lizenzspielzeug kommt aus dem Universum, wobei Lego mit seinen Bausätzen und rund 600 verschiedenen Minifiguren dominiert. Der dänische Klötzchen-Hersteller ist seit 1999 Lizenznehmer und hat in den vergangenen Jahren weltweit mehr als 190 Millionen der 300 verschiedenen „Star Wars“-Sets verkauft. Viele Spielzeuge zum Film kommen erst noch in die Regale. Im Januar erscheinen dann weitere Bausets.

Auch Spielwarenhersteller wie Mattel, Simba Dickie, Kosmos und Electronic Arts mischen mit. Ravensburger hat Spiele und Puzzel herausgebracht. Das „Star Wars“- Buch der Lernsystemreihe „Tiptoi“ ist in einigen Büchereien bis zum Ende des kommenden Jahres vorgemerkt. Und auf den Schulhöfen wird um die begehrten Sammelkarten des Lebensmittelmarktes Rewe gefeilscht.

Erfinder kassiert kräftig mit — mehr als fünf Milliarden Dollar
50 Millionen Euro beträgt der Umsatz der deutschen Spielzeugbranche mit Lizenz-Produkten von „Star Wars“. Etwa acht Millionen Euro haben die Kinos bundesweit bereits mit dem Ticket-Vorverkauf eingenommen. Laut einer aktuellen Umfrage wollen sich rund 43 Prozent der Deutschen den Film anschauen. Mega-Profiteur ist „Star Wars“-Erfinder George Lucas, der sich die Rechte an den Fortsetzungen und Merchandising-Artikeln sicherte. Das bringt ihm mehr als fünf Milliarden Dollar. Im Bild: „Star Wars“-Fieber in den Straßen von Tokio (Japan). Foto: K. Mayama/dpa



Kerstin Schröder

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