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Wirtschaft Wird Baltic Fashion auf Diät gesetzt?
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00:00 04.11.2014
Model Elisa mit Mode des estnischen Designers Puppart beim Fashion Award im Mai. Quelle: Fellechner
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Heringsdorf

Die Freunde, Förderer und Veranstalter des „Baltic Fashion Awards“ trifft die Nachricht wie ein Schlag ins Gesicht. Das Wirtschaftsministerium in Schwerin hat entschieden, dass es Unterstützung für den Modewettbewerb im kommenden Jahr nur noch gibt, wenn die Organisatoren auch private Sponsoren aus der Region für sich gewinnen können.

Mindestens 109 000 Euro müssten Firmen und Betriebe der Insel Usedom spendieren, dann würde das Wirtschaftsministerium 70 000 Euro zur Verfügung stellen und der Award könnte auch 2015 in gewohntem Umfang stattfinden.

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Doch dieses Ziel erscheint Thomas Heilmann, Geschäftsführer der Kaiserbäder Tourismus Service Gmbh (KTS), „utopisch“. Bis Ende Oktober hatte die Agentur „Triad“ Zeit, Sponsoren aus der hiesigen Wirtschaft zu aktivieren. Mit mäßigem Erfolg. „Nur 20 000 Euro konnte sie bislang einwerben“, sagt Heilmann. Der KTS-Geschäftsführer, selbst ausgesprochener Fan des Modewettbewerbs, mag es kaum aussprechen: „Das Wirtschaftsministerium hat Forderungen aufgestellt, die wir nicht halten können — und somit ist das Projekt, so wie wir es 13 Jahre lang kannten, gestorben.“ Auch die finanzielle Unterstützung, die die Heringsdorfer Gemeindevertreter für drei weitere Jahre beschlossen, hilft nun nicht mehr weiter.

„Wir werden uns jetzt das Konzept einer abgespeckten Variante anschauen“, sagt Heilmann. Auch wenn das ein wenig widerwillig geschieht, denn der KTS-Chef möchte den Award am liebsten so belassen:

Erfolgreich, ausverkauft und mit einem gewissen Glanz, der zu besonderen Modeevents gehört.

Andrej Subarew, Künstlerischer Leiter und einer der ersten Preisträger, gehört zu denjenigen, die den Baltic Fashion Award retten wollen. Der 48-jährige Wismarer arbeitet zurzeit an der sogenannten „abgespeckten“ Version. Er ist sich sicher: „Wenn der Award nur einmal ausgesetzt wird, dann ist er Geschichte. Und das obwohl sich der Wettbewerb einen guten Namen gemacht hat.“



Caroline Riemer