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Wirtschaft Wohnen wird 2017 noch teurer
Nachrichten Wirtschaft Wohnen wird 2017 noch teurer
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15:58 26.12.2016
Wer bauen oder zur Miete wohnen will, muss sich 2017 auf steigende Preise gefasst machen. Quelle: dpa
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Berlin

Für Miete oder die eigene Immobilie müssen viele Menschen im kommenden Jahr erneut tiefer in die Tasche greifen. „Wir gehen davon aus, dass sich die Preisspirale weiter dreht“, sagte der Direktor des Deutschen Mieterbunds, Lukas Siebenkotten. Das gelte vor allem für Großstädte, Ballungsgebiete und Universitätsstädte. Auch der seit 2010 andauernde Preisanstieg bei Wohnimmobilien wird sich nach Überzeugung von Experten fortsetzen – auch auf dem Land.

Auch die Mieten zogen an – in Großstädten nach einem Umzug um sieben bis acht Prozent, registrierte der Mieterbund. Die Bestandsmieten verteuerten sich demnach zwar nicht ganz so stark, aber doch spürbar. „Es gibt kein Indiz, dass die Mieten 2017 weniger stark steigen“, sagte Siebenkotten.

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Stabile Lage in ländlichen Gebieten

In ländlichen Gegenden sei der Markt allerdings stabil. Das liegt laut Siebenkotten vor allem an geringer Nachfrage: Junge Menschen ziehe es nach wie vor in die Großstädte, im Gegensatz zu früher zögen sie dort aber seltener wieder weg – unter anderem, weil weniger Familien gegründet würden.

Der Traum vom Eigenheim will gut kalkuliert sein: 2017 werden die Preise erneut steigen. Quelle: dpa

„Die Wohnungssituation in den Ballungsräumen wird sich weiter anspannen“, prognostizieren die Wohnungsunternehmen. Trotz steigender Baugenehmigungen werde derzeit nicht einmal „der Status quo des Wohnraum-Mangels gehalten“, kritisierte der Präsident des Branchenverbands GdW, Axel Gedaschko.

Baufirmen profitieren vom Bauboom

Inzwischen fehlten in Deutschland 850.000 Wohnungen. Einfach höher und dichter zu bauen reiche da nicht mehr aus. „Wir brauchen neue Stadtteile und zugleich Verdichtung in den bestehenden“, forderte Gedaschko.

Der Sieger dieser Preisexplosion: die Baufirmen. Für sie bedeutet die Entwicklung voraussichtlich über Jahre gute Geschäfte. Vor allem bei Mehrfamilienhäusern werde es ein deutliches Plus geben, sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa. Der Aufschwung werde voraussichtlich noch vier bis fünf Jahre anhalten.

Von RND/dpa