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Wirtschaft Zehn Vermisste nach Kollision von US-Zerstörer mit Tanker
Nachrichten Wirtschaft Zehn Vermisste nach Kollision von US-Zerstörer mit Tanker
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06:58 21.08.2017
Die „USS John S. McCain“ in einem gemeinsamen Manöver mit Schiffen der japanischen Marine. Der US-Zerstörer ist östlich von Singapur mit einem großen Tanker kollidiert. Quelle: Mcsn Cheng S. Yang/us Navy
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Singapur

Nach der Kollision eines Zerstörers der US-Marine mit einem großen Tanker östlich von Singapur werden zehn amerikanische Seeleute vermisst. Mindestens fünf Soldaten wurden verletzt, wie die US-Pazifikflotte mitteilte.

Die Ursache des Unfalls und das genaue Ausmaß der Schäden waren zunächst unklar. Bei dem Zerstörer handelt es sich um die „USS John S. McCain“, die nach dem Vater und dem gleichnamigen Großvater des US-Senators John McCain benannt ist. Sie war am Montag um 05.24 Uhr Ortszeit (Sonntag 23.24 Uhr MESZ) mit dem Handelsschiff „Alnic MC“ zusammengestoßen, das unter der Flagge Liberias fährt.

Nach ersten Erkenntnissen wurde der Zerstörer, der mit Lenkraketen bestückt ist, im hinteren Backbordbereich beschädigt - also am linken hinteren Teil des Schiffes. Die US-Marine leitete sofort Such-und Rettungsmaßnahmen ein. Singapurs Luftwaffe entsandte mehrere Helikopter zur Unterstützung.

Nach Angaben der Marine konnte das Schiff aber weiterhin selbstständig fahren und sich auf den Weg zu einem Hafen machen. Der Zerstörer war demnach östlich der Straße von Malakka auf einer Routinefahrt zum Hafen von Singapur unterwegs, als es zur Kollision kam.

Die „USS John S McCain“ gehört zur siebten Flotte der US-Marine. Ihren Heimathafen hat sie in Yokosuka (Japan). Die Besatzung besteht normalerweise aus mehr als 230 Soldaten.

Bei der „Alnic MC“ handelt es sich laut um einen 183 Meter langen Tanker. Wie viele Menschen sie an Bord hatte und ob es auch dort Verletzte gab, war zunächst nicht bekannt.

Vater und Großvater des republikanischen US-Senators, nach denen der US-Zerstörer benannt ist, waren Admirale. McCain selbst schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter, er schließe die Seeleute in seine Gebet ein.

Erst vor zwei Monaten war das Kriegsschiff „USS Fitzgerald“ vor Japan mit einem Containerschiff zusammengestoßen. Damals kamen sieben US-Seeleute ums Leben. Der Zerstörer wurde an der Steuerbordseite so schwer beschädigt, dass er nach amerikanischen Angaben beinahe gesunken wäre. Das fast vier Mal größere und voll beladene Containerschiff, das unter philippinischer Flagge fuhr, wurde hingegen nur leicht beschädigt. Drei Mitglieder der US-Schiffsbesatzung wurden nach dem Vorfall von ihren Aufgaben entbunden.

dpa

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