Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Zeitumstellung: Wer den Wecker nicht umstellt, kann abgemahnt werden
Nachrichten Wirtschaft Zeitumstellung: Wer den Wecker nicht umstellt, kann abgemahnt werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:32 28.03.2019
Arbeitnehmer sollten nicht vergessen, ihren Wecker auf die Sommerzeit umzustellen. Quelle: Foto: dpa
Anzeige
Berlin/Hannover

In der Nacht vom 30. auf den 31. März werden die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt. Dadurch verlieren alle Deutschen eine Stunde Schlaf – oder die Nachtschicht verkürzt sich um eine Stunde. Die Rechtsschutz-Abteilung des deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) weist darauf hin, dass die Zeitumstellung für Arbeitnehmer einige Vorteile, aber auch Pflichten mit sich bringt.

Auch wenn die innere Uhr durch die Zeitumstellung durcheinander geraten ist: Als Ausrede für Zuspätkommen am darauffolgenden Montag eignet sich die Zeitumstellung nicht. „Wer zu spät zur Arbeit kommt, dem droht eine Abmahnung“, heißt es seitens des Gewerkschaftsbundes. Das gelte auch nach der Zeitumstellung, denn diese komme für Arbeitnehmer ja nicht überraschend. Wer sich nicht entsprechend darauf eingestellt habe, sei aus juristischer Sicht selbst Schuld. Das gelte auch, wenn vergessen wurde, den Wecker umzustellen, so der DGB weiter.

Lesen Sie auch

Energie sparen und verwirrter Biorhythmus: Die Zeitumstellung im Faktencheck

Bei Nachtschichten gilt: Ein Arbeitgeber darf den Dienst wegen der Zeitumstellung nicht verlängern: „Arbeitnehmer müssen eine Stunde weniger arbeiten, bekommen diese Stunde aber auch nicht bezahlt“, schreiben die Gewerkschafter. Erfreulich sei das, wenn ohnehin ein fester Monatslohn vereinbart sei. Werde hingegen nach Arbeitsstunden gezahlt, reduziere sich das Gehalt entsprechend. Auch Nachtschichtzuschläge entfallen. Nachgearbeitet werden müsse die Stunde nicht.

Die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit von 11 Stunden verkürzt sich dem DGB zufolge nicht. Wer am Samstag bis 20 Uhr gearbeitet hat, der darf regulär am Sonntag frühestens um 7 Uhr morgens wieder zu Arbeit erscheinen. Aufgrund der Zeitumstellung ist erst ein Arbeitsantritt um 8 Uhr erlaubt. Die Ausnahmeregelungen in einzelnen Branchen und Tarifverträgen behalten aber ihre Gültigkeit.

Bald müssen sich Arbeitnehmer über die Zeitumstellung ohnehin keine Gedanken mehr machen: 2021 soll das Ritual nach dem Willen der EU abgeschafft werden.

Von RND/Christoph Höland

Die Einschränkungen im Flugverkehr sind aufgehoben: Die Verkehrskontrollzentrale der Deutschen Flugsicherung in Langen kann seit 4 Uhr am Donnerstagmorgen den Flugraum wieder regulär kontrollieren.

28.03.2019

In einem weiteren Prozess ist die Bayer-Tochter Monsanto in den USA wegen Krebsrisiken in einem Unkrautvernichter verurteilt worden. Die Klagewelle trifft Bayer immer härter.

28.03.2019

Die EU hat sich auf neue Vorgaben zum CO2-Ausstoß von Autos geeinigt. Bis 2030 muss deren Treibhausgas-Ausstoß um mehr als ein Drittel sinken – eine Klimaschutzmaßnahme, die Arbeitsplätze retten schaffen könnte.

27.03.2019