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Wissen 4. Advent 2018: Was wird am Sonntag und in der Adventszeit gefeiert?
Nachrichten Wissen 4. Advent 2018: Was wird am Sonntag und in der Adventszeit gefeiert?
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19:08 21.12.2018
„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...“ Mit jeder weiteren angezündeten Kerze rückt Weihnachten ein Stück näher. Quelle: Martin Gerten/dpa
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Hannover

„Alle Jahre wieder kommt das Christuskind...“ Das ist zwar kein Adventslied, dennoch beschreibt die Zeile, worum es in der Adventszeit ursprünglich geht: Die Menschwerdung Gottes und die Wiederkunft Jesu Christi. Doch auch außerhalb des Christentums hat sich die Adventszeit als besonderer Zeitraum etabliert, in dem sich viele Menschen auf die Weihnachtszeit besinnen und auf die Feiertage vorbereiten.

Wann ist der 4. Advent 2018?

Am 23. Dezember 2018 ist der vierte Advent. Das heißt auch: Heiligabend und Weihnachten stehen vor der Tür. Alle Adventssonntage 2018 im Überblick:

• 1. Advent: 2. Dezember

• 2. Advent: 9. Dezember

• 3. Advent: 16. Dezember

• 4. Advent: 23. Dezember

Advent in den nächsten Jahren

Während die Weihnachtstage ein festes Datum haben, verschiebt sich der Anfang der Adventszeit regelmäßig. Dementsprechend haben auch die Adventssonntage unterschiedliche Daten im Laufe der Jahre. Grundsätzlich gilt: Die Adventszeit beginnt immer mit dem ersten Sonntag nach dem 26. November. Für die kommenden Jahre fällt der 4. Advent auf folgende Termine:

• 4. Advent 2019: 22. Dezember

• 4. Advent 2020: 20. Dezember

• 4. Advent 2021: 19. Dezember

• 4. Advent 2022: 18. Dezember

Heiligabend und vierter Advent fallen das nächste Mal 2023 auf denselben Tag.

Advent – woher stammt der Begriff?

Sprachgeschichtlich geht der Begriff „Advent” auf das lateinische Wort „adventus” zurück, was soviel wie Ankunft oder Eintreffen bedeutet. Im Römischen Reich wurde damit vor allem die Ankunft von Kaisern oder Gottheiten ausgedrückt. Die Adventszeit beschrieb wiederum eine Fastenzeit im Frühchristentum, die vom 11. November (Martinstag) bis zum 6. Januar (Dreikönigstag) dauerte. Die katholische Kirche verlangte das Adventsfasten noch bis 1917.

In ihrer heutigen Form geht die Adventszeit auf Papst Gregor den Großen zurück. Dieser legte die Zahl der Adventssonntage erstmals auf vier fest. So sollten die 4000 Jahre des Wartens auf Erlösung nach dem Sündenfall im Paradies symbolisiert werden. In der christlichen Kirche bezeichnet der Advent deshalb die freudige Erwartung auf Jesus Christus als Erlöser der Menschen.

Welche Bräuche verbinden wir mit der Adventszeit?

Heutzutage ist die Adventszeit längst nicht mehr bloß eine christliche Tradition, sondern eine Phase, in der sich viele Menschen auf die Weihnachtsfeiertage vorbereiten. Dazu zählen Dinge wie Plätzchenbacken und das Besorgen von Geschenken genauso wie das Dekorieren von Wohnräumen und der Besuch der Weihnachtsmärkte.

Adventskranz

Licht spielt eine besondere Rolle in der Adventszeit. Im Christentum symbolisiert das Licht die Geburt Jesu Christi. Durch das Anzünden von Kerzen auf dem Adventskranz wird somit die steigende Erwartung auf die Wiederkunft Jesu an Weihnachten ausgedrückt. Zurück geht der Kranz allerdings auf eine Idee des Theologen und Erziehers Johann Wichern. Dieser wollte mit dem Adventskranz Straßenkindern eine Freude bereiten und ihnen die Zeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen.

Lichterbogen

In vielen Fenstern leuchten in der Adventszeit Lichterbögen in unterschiedlichen Varianten. Meist handelt es sich um einen Bogen aus Holz, auf dem elektrische Kerzen befestigt sind. Aus dem Erzgebirge stammt der Brauch des sogenannten Schwibbogens. Hierbei handelt es sich um eine besondere Form des Lichterbogens, die auf die Bergarbeitertradition zurückgeht und vor allem in Sachsen, Thüringen und der Oberpfalz verbreitet ist.

Adventskalender

Der Adventskalender zählt zu den beliebtesten Bräuchen in der Vorweihnachtszeit. Auch hier hat sich eine weltliche von der ursprünglich christlichen Tradition abgeleitet. In Deutschland sollte der Adventskalender, ähnlich dem Anzünden von Kerzen auf dem Adventskranz, Kindern die Zeit bis Weihnachten versüßen. Statt Schokolade versteckten sich allerdings eher bunte Bilder hinter den 24 Türchen.

Wie wird Advent in anderen Ländern gefeiert?

Andere Länder, andere Sitten. In Schweden, sowie in einigen anderen Ländern und Regionen Skandinaviens, wird die Adventszeit traditionell mit dem Luciafest als Höhepunkt begangen. Am 13. Dezember, dem Gedenktag der heiligen Lucia, tragen die Menschen weiße Kleidung und zünden Kerzen an. Wenngleich die kirchliche Prägung gering ist, handelt es sich beim Luciafest um einen beliebten vorweihnachtlichen Brauch.

In Estland ist es gebräuchlich, dass Kindern in der Adventszeit kleine Geschenke gemacht werden. Laut Erzählungen vollbringen Gnome die schöne Tat, während Hexen auf fliegenden Besen allerlei Unheil anrichten. Verhindern lässt sich das, indem sämtliche Besen geputzt werden.

In der orthodoxen Kirche wird der Advent nach wie vor als Fastenzeit begangen. Diese beginnt am 15. November und endet mit dem Heiligen Abend am 24. Dezember.

Warum ist die Adventszeit unterschiedlich lang?

Da die Weihnachtsfeiertage an festen Daten im Monat stattfinden, verschiebt sich die Adventszeit jährlich um bis zu sieben Tage. Da Weihnachten immer auf den 25. Dezember fällt, ist das früheste Datum des letzten Adventssonntags somit der 18. Dezember. Aus diesem Grund ist es auch möglich, dass der erste Advent schon im November, frühestens am 27.11., stattfindet. Umgekehrt finden der erste und letzte Adventssonntag spätestens am 3. beziehungsweise am 24. Dezember statt.

Wann sind die Adventssonntage 2018?

Die vier Adventssonntage verteilen sich dieses Jahr auf den 2., 9., 16. und 23. Dezember. Bis 2022 findet der erste Advent jedes Jahr einen Tag früher statt, bis er im Jahr 2023 wieder auf den 3. Dezember fällt. Übrigens: Wann in einem Jahr der erste Advent stattfindet, lässt sich relativ leicht herausfinden. Hierzu muss man sich nämlich lediglich den 26. November (oder den Totensonntag) als Stichtag merken. Der erste Sonntag danach ist immer der erste Advent.

Von RND/pf

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