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Nachrichten Wissen Ab in den Urlaub: Reise-Utensilien selber machen
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06:00 29.06.2019
Mit selbst gemachten Utensilien wie Unterlagenmappe, Kabeltasche oder Nackenrolle macht das Wegfahren doppelt Spaß. Quelle: RND
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Hannover

Die Sommerferien stehen vor der Tür und mit ihnen der wohl verdienten Urlaub. Mit diesen selbst gemachten Reise-Utensilien macht das Packen doppelt Spaß und erleichtert das Verstauen von wichtigen Unterlagen.

Pass, Flugtickets und Co.: Dokumentenmappe selber machen

Wer sich auf Reisen begibt, braucht vom Reisepass bis zu den Flugtickets allerlei Unterlagen. Besser, man hat sie gut verstaut – etwa in dieser Dokumentenmappe.

So hat man alles zusammen: Die selbst gemachte Dokumentenmappe eignet sich gut für Reiseutensilien. Quelle: GordonGordon

So geht’s: Zunächst die Landkarte auf die Maße 21 x 31 Zentimeter zuschneiden. Dann etwas mehr als ein Drittel (etwa 11 Zentimeter) der Karte nach oben falten. Damit die zweite Falte gerade wird, ein Geodreieck mit etwa 0,5 Zentimetern Abstand zur ersten Falte anlegen und mit der Ahle eine Linie einritzen. Diese Linie ebenfalls falten, so wird das Kuvert später dicker. Anschließend entlang der Seitenlinien ebenfalls 0,5 Zentimeter falten. Hierfür auch die Ahle und das Geodreieck verwenden.

Jetzt geht es ans Zusammenfalten: Erst das Papier zwischen den Mittelfalten nach innen drücken, dann die Seiten einfach zusammenfalten. Nun die Seitenkanten mit Bastelkleber festkleben und alles gut trocknen lassen. Ich habe einen Gelkleber benutzt, der lässt sich einfacher verteilen als normaler Flüssigkleber.

Sobald die Mappe trocken ist, bekommt sie den letzten Schliff. Dazu das Papier oberhalb der Seitenkanten einschneiden. Den Mittelpunkt an der Oberlasche markieren und die Lasche dreiecksförmig zuschneiden. Als Verschluss eignet sich eine Lochöse hervorragend. Einfach lochen, einlegen, zudrücken und mit einem Lederband ausstatten.

Das wird gebraucht: Eine alte Landkarte, Cutter und Schere, Geodreieck, Ahle oder ein anderer spitzer Gegenstand, Bastelkleber, Lochzange und Ösen, Lederband.

Wer wissen will, wie man Broschen herstellt, Polstermöbel bezieht oder Bilderbücher gestaltet, ist bei Ines Vogel an der richtigen Adresse: Auf ihrem Blog „dekotopia.net“ zeigt die 34-Jährige aus Karlsruhe, dass es kaum etwas gibt, das man nicht selbst machen kann. Vogel zumindest besitzt reichlich Kreativität und geschickte Hände, um vom Wandhaken bis zum Blumentopf selbst Alltägliches zum Hingucker zu machen.

Auch interessant: Knautsch mich: Squishys und Schleim selber machen

Ladenkabel und Netzstecker: Reisestecker-Etui selber nähen

Wer kennt das nicht: Man geht auf Reisen und stopft alle Ladekabel und Netzstecker völlig unordentlich in den Koffer oder ins Handgepäck. Eine ordentliche und bessere Lösung ist das Reisestecker-Etui.

Im Reisestecker-Etui sind Netzstecker und Ladekabel gut aufgehoben und vor allem schnell wiederzufinden. Quelle: privat

So geht’s: Vorab alle Teile zurechtschneiden und ein Schrägband aus dem Futterstoff basteln. Natürlich kann man ein passendes Schrägband auch kaufen. Das Schnittmuster sollte man zweimal ausdrucken und in der Mitte zusammenkleben.

Dann den Außen- und Futterstoff mit den passenden Vlieseline-Stoffen verstärken. Die Reißverschlüsse an den Enden mit Schrägband oder einem Teil des Futterstoffes abnähen – er sollte exakt 23 Zentimeter lang sein, also die Breite der Tasche haben.

Anschließend den Reißverschluss auf die Seitentaschen nähen und rechts auf rechts am Futterstoff festnähen. Am Ende rundherum versäubern, damit man sich das Endergebnis besser vorstellen kann und sich später mit dem Schrägband leichter tut.

In der Mitte die drei Klettverschlussteile festnähen, die Gegenstücke wie eine Art Lasche drübernähen, sodass jeweils einer nach rechts, nach links und wieder nach rechts aufgeht. Wer will, kann die Oberseiten der Klettverschlüsse noch hinter passendem Stoff verstecken, das ist aber optional.

Als Nächstes den Außenstoff mit den zwei Ösen versehen und den Gummizug so dahinter verknoten, dass die Enden am Schluss zwischen Futter- und Außenstoff sind. Am Besten man testet die Länge vorab, bevor man den Gummizug zu locker lässt oder zu fest zieht. Fertig!

Das wird gebraucht: 1x Futterstoff (23 x 34 cm, verstärkt mit Vlieseline H250), 1x Außenstoff (23 x 34 cm, verstärkt mit Vlieseline H630), 2x Stoff für Seitentasche (11x23 cm), 2x Reißverschluss (22 cm), 3x Klettverschluss (9 cm), Schrägband (120 cm), 2 Ösen, Gummi zum Verschließen (24 cm).

Susanne Weilbuchner kann nicht nur kochen, sie kann auch gut nähen – und weil es die 32-Jährige immer sehr schade fand, wenn ihre kreativen Ideen und Rezepte in irgendeiner Schublade verschwanden, gründete sie 2015 ihren Blog „Tasty Sue“. Dort veröffentlicht die Münchnerin, die hauptberuflich als Cutterin für Fernsehbeiträge arbeitet, alles, was zu Hause in ihren Händen entsteht – von Fondanttorten bis zu Turnbeuteln.

Noch mehr zum Selbermachen: Pfiffige Futterstationen: Das Büfett ist eröffnet

Für eine entspannte Reise: Gemütliches Nackenkissen selber machen

Nackenhörnchen sind in vielen Familien begehrte Reisebegleiter. Leider verrutschen sie oft. Nicht dieses Nackenkissen, das mit hübschen Bindebändern geschlossen werden kann. Auf diese Weise bleibt es auch beim härtesten Langstreckenflug an Ort und Stelle.

Da verrutscht nichts: Die Nackenhörnchen haben Bindebändchen, damit sie auf reisen an Ort und Stelle bleiben. Quelle: Sabine Schmidt

So geht’s: Zunächst das Schnittmuster unter dem Link bit.ly/2J2fMa5 herunterladen und auf 100 Prozent Seitengröße ausdrucken. Die Nahtzugabe ist im Schnittmuster bereits enthalten. Anschließend die offenen Seiten des Schlaufenteils mit einem Geradstich zusammennähen. Das flauschige Klettband näht man an das Ende der Schlaufe, dessen Nahtzugabe nach innen gefaltet ist. Das raue Klettband näht man etwa fünf Zentimeter vom anderen Ende entfernt fest.

Dann die Klettschlaufe mit dem offenen Ende zur Stoffkante zeigend seitlich an eins der Schnittteile nähen. Die Bindebänder feststecken und mit einer kurzen Naht annähen. Das zweite Schnitteil wird jetzt passgenau daraufgelegt und festgesteckt. Dabei sollte man darauf achten, dass man die Bänder nicht versehentlich mitnäht. Ich rolle die Bänder meist zusammen und befestige sie mit einem Stück Tesa.

Als Nächstes wird in der inneren Kurve eine Wendeöffnung eingezeichnet – durch die wird nachher das Nackenhörnchen gewendet und gefüllt. Dann wird das Hörnchen rundum mit einem kurzen Geradstich abgenäht. Durch den kurzen Stich formen sich die Rundungen schön aus.

Die Nahtzugabe rundum ein wenig einkürzen, dabei aber die Wendeöffnung aussparen. Anschließend wird das Nackenhörnchen fest mit Füllwatte gefüllt und die Wendeöffnung verschlossen. Fertig!

Das wird gebraucht: Für das Kissen: 1 Stoffteil für die Oberseite, 1 Stoffteil für die Unterseite; für die Schlaufe: 1 circa 25 cm langes, doppelt gefaltetes Stoffteil von cira 2,5 cm Breite, 1 Stück Klett (circa 3 cm lang); für die Schleife: 2 je circa 25 cm lange Stück Kordel oder Band; für die Füllung: Füllwatte.

Fragt man Sabine Schmidt, worum es ihr bei ihrem Nähblog „Sewsimple“ geht, ist die Antwort klar: „Mein Ziel sind gut verständliche Anleitungen, nach denen man einfach nähen lernen kann“, sagt die passionierte Näherin aus der Nähe von Mölln. Seit 2015 stellt Schmidt ihre Tipps und Tricks rund um das „coolste Hobby der Welt“ ins Netz und teilt dort ihre Schnittmuster für Kleidung, Taschen und Co. mit Gleichgesinnten.

Auch zum Selbermachen: Essig selbst herstellen

Von RND

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