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Wissen Außergewöhnliche Tierhybride: Wenn der Löwe mit dem Tiger...
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19:59 14.02.2019
Ein echter Hingucker ist dieses Zebroid, eine Kreuzung aus einer Zebrastute mit einem Pferde-Hengst. Quelle: Bernd Thissen/ dpa
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Hannover

Da betrügt eine Tigerdame ihren Gatten mit einem Langhaarlöwen. Ein Delfin fühlt sich plötzlich zum Schwertwal hingezogen. Und der Eisbär tauscht verstohlene Blicke mit dem Braunbären aus. Seitensprünge begehen nicht nur Menschen, es gibt sie auch in der Tierwelt.

Es kommt durchaus vor, dass sich verschiedene (Unter)-Arten in freier Wildbahn näherkommen. In den meisten Fällen betrügen Tiere ihre eigene Art allerdings in Gefangenschaft im Zoo oder Tierpark oder unter Zuchtaufsicht des Menschen. Wenn sie dabei Nachkommen zeugen, nennt man die Mischwesen, Tierhybride.

Der prominenteste Hybrid ist der Maulesel

Hybrid, das bedeutet laut Definition: „aus Verschiedenartigem von zweierlei Herkunft zusammengesetzt“. Meistens sind die Eltern tierischer Mischlinge nahe Verwandte, aus verschiedenen Zuchtlinien, Rassen oder Arten hervorgegangen. Löwe und Tiger gehören beispielsweise zu den Katzenarten, Schwertwal und Tümmler zu den Delfinen.

Löwe mit Tiger, Wal mit Delfin: Paaren sich zwei verschiedene Tierarten miteinander, nennt man ihre Sprösslinge Hybride. Eine Auswahl außergewöhnlicher Formen.

Der wohl prominenteste Hybrid unter den Tieren ist das Maultier. Der Vater ist ein Esel, die Mutter ein Pferd. Treffen zwei Maultiere aufeinander, können sie sich allerdings nicht weiter fortpflanzen. Hybridtiere kommen deshalb nur selten vor, die Familie kann durch Fortpflanzung untereinander dauerhaft nicht vergrößert werden.

Hybride sind gut für die genetische Vielfalt

Auch in der Pflanzenzucht spielen Hybride eine große Rolle. So werden in der Landwirtschaft beispielsweise zwei reinerbige Maissorten miteinander gekreuzt, um eine robustere und ertragreichere Hybridsorte zu schaffen. Und in der Evolution ist die Hybridbildung von Bedeutung für die genetische Vielfalt innerhalb der Arten. In der Vogelwelt etwa wurden bisher 4000 Artkombinationen nachgewiesen, die Hälfte von ihnen in Gefangenschaft.

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Man geht allerdings von einer tatsächlich höheren Anzahl von evolutionär entwickelten Hybriden aus. Hybride sind optisch nicht immer so leicht zu erkennen wie beispielsweise der Zesel, der Erbgut von Esel und Zebra in sich trägt. Hinweise lassen darauf schließen, dass sich auch das Erbgut des Menschen infolge mehrfachen Kreuzungen zwischen Mensch- und Schimpansen-Vorfahren entwickelt hat. Das Affengenom und das des Menschen sind zu 99 Prozent gleich.

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Der Unterschied zwischen Hybrid und Chimäre

Für Schlagzeilen sorgte in den vergangenen Jahren Schlagzeilen wie „Forscher haben Mischwesen zwischen Mensch und Schwein gezüchtet“ und „Mensch-Schaf-Variante geschaffen“. Diese Kreuzung zwischen zwei Arten nennen Biomediziner allerdings nicht Hybrid, sondern Chimäre. Denn sie gehen nicht auf eine geschlechtliche Fortpflanzung zurück, sondern werden mit gentechnischen Methoden erzeugt. Die Wissenschaft setzt große Hoffnungen in die Erschaffung solcher Mischformen, mit denen in Zukunft beispielsweise Organtransplantationen einfacher werden könnten.

Von Saskia Bücker/RND

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