Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wissen Negativ-Rekord in 2018: So viele Badeverbote wegen Blaualgen wie noch nie
Nachrichten Wissen Negativ-Rekord in 2018: So viele Badeverbote wegen Blaualgen wie noch nie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:27 12.08.2019
Rekord-Wert: Viele Badeseen waren wegen Blaualgen im vergangenen Jahr für eine Abkühlung nicht geeignet. Quelle: Rainer-Droese
Anzeige
Berlin

Die Zahl der Badeverbote für deutsche Gewässer wegen Blaualgen ist im Jahr 2018 auf einen Negativ-Rekord gestiegen. Im vergangenen Hitzesommer wurden deshalb 47 Verbote gemeldet, wie aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Das sind fast drei Mal mehr als im Vorjahr: 2017 gab es 18 solcher Verbote. Zuerst hatte der “Tagesspiegel" über die Anfrage berichtet.

Lesen Sie hier: Blaualgen: Warum sind sie gefährlich und wie entstehen sie?

Dünger und hohe Temperaturen sind Schuld an Algenbildung

Von 2011 bis 2016 wurden demnach nie mehr als 15 Verbote wegen Blaualgenblüten (Cyanobakterien) verhängt. Diese hängen, so das Ministerium, insbesondere mit der Landwirtschaft und hohen Temperaturen zusammen. “Eine massenhafte Entwicklung von Cyanobakterien ist insbesondere bei hohen Nährstoffgehalten zu erwarten, wobei hier der Phosphor für diese Algengruppe die herausragende Rolle spielt”, schreibt das Ministerium und fügt hinzu: “Für das Ziel einer Vermeidung sogenannter “Blaualgenblüten” in Badegewässern sollte daher der Fokus weiterhin auf einer Verringerung des Eintrags von Phosphor liegen.” Eine Überarbeitung der Düngeregelungen sei in Arbeit.

Kritik an der Bundesregierung

Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, die die Anfrage gestellt hatte, warf der Bundesregierung Untätigkeit vor. "Die Klimakrise trifft uns in allen Lebensbereichen", erklärte sie. "Statt kühler Erfrischung drohen in Hitzesommern wie 2018 in Zukunft Badeverbote. Blaualgen und andere Bakterien profitieren von den Extremwetterereignissen und den nährstoffbelasteten Gewässern." Lemke warf Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vor, eine Düngeverordnung zu blockieren, "die EU-Recht einhält und unsere Gewässer und das Grundwasser schützt". Dafür nehme Klöckner sogar Strafzahlungen an die EU in Kauf.

Lesen Sie auch: Giftige Algen profitieren von sauren Ozeanen

RND/dpa

In den meisten Produkten, die Kinder konsumieren, ist zu viel Zucker. Im Kampf für eine gesündere Ernährung haben Experten diese Produkte ins Visier genommen, Verbraucherschützer machen dazu eine symbolische Kalkulation auf.

12.08.2019

Es ist ein Dilemma, das viele Arbeitnehmern kennen: Einerseits möchte man die Kollegen nicht hängen lassen und keine Schwäche zeigen, andererseits fühlt man sich angeschlagen und weiß nicht, wie man durch den Tag kommen soll. Was tun?

18.09.2019

In der Nacht vom 12. auf den 13. August erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Auch wenn er in diesem Jahr wohl unterdurchschnittlich ausfallen wird: In einigen Regionen gibt es gute Chancen für freie Sicht.

12.08.2019