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Diskussion über Zukunft des Iga-Parks auch in Groß Klein
Diskussion über Zukunft des Iga-Parks auch in Groß Klein
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07:11 24.11.2018
Noch muss Hündin Dinah draußen bleiben, wenn Sophie Martin den Iga-Park besuchen will. Plan ist, den Park künftig für Hundebesitzer zu öffnen. Quelle: OVE ARSCHOLL
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Groß Klein / Schmarl

Keine Eintrittsgelder, tägliche Nutzer, Kooperationen, Bühnen und mehr Veranstaltungen – das neue Konzept zur Belebung des Iga-Parks liegt vor. Der Zehn-Punkte-Plan der amtierenden Iga-Chefs Kathrin Möller und Matthias Horn hat ein großes Ziel: Die Belebung des Parks. Dass sich endlich etwas bewegt im Iga-Park, trifft auf breite Zustimmung in der Stadt. Im Schmarler Ortsbeirat stießen einige Vorhaben jedoch auch auf Kritik. Nun äußern sich auch Anwohner in Groß Klein zu den Zukunftsplänen. Besonders die Öffnung für Hundebesitzer findet bisher keine Zustimmung.

„Für uns ist jetzt wichtig, dass das neue Konzept für den Iga-Park behutsam umgesetzt wird“, erklärt Uwe Michaelis. Der Ortsbeiratschef in Groß Klein freut sich, dass endlich etwas passiert. „Es war lange genug Stillstand. In der Stadt wurden keine Entscheidungen getroffen. Das hat zum Glück ein Ende“, sagt Michaelis. Museum und Park müssen nun gemeinsam entwickelt werden und das gehe nicht von heute auf morgen. „Sport, Kultur und Unterhaltung sollten in vertretbarem Maße hinzukommen“, erklärt Michaelis. Insbesondere die Zahl der Veranstaltung und Events dürfe nicht überhand nehmen, „das Umfeld nicht belasten“, meint der Ortsbeiratschef.

Auf der Bühne des Iga-Parks sollen künftig bis zu zehn Großveranstaltungen pro Jahr stattfinden. Horn plant dafür eine enge Zusammenarbeit mit der Stadthalle. Dass das zu Konflikten bei den Anwohnern führen könnte, wisse er. „Wenn in den Park mehr Leben geholt werden soll, dann müssen auch mögliche negative Aspekte akzeptiert werden“, sagt der Park-Chef. Widerstand ist unter den Anwohnern in Groß Klein vorhanden. Ihnen ist aber vor allem wichtig, mit ihren Wünschen und Bedenken gehört und ernst genommen zu werden.

Kein Park für Hunde

Als am Dienstag der Ortsbeirat in Groß Klein im „Börgerhus“ tagte, kam vor allem ein Kritikpunkt auf die Tagesordnung: Die Öffnung des Parks für Hundebesitzer. Zustimmung findet das Thema unter den Anwohnern nicht. Keine Stimme plädierte für die Öffnung des Parks für Vierbeiner. „Der Konsens hier ist, dass Hunde eher unerwünscht sind. Nicht jeder Hundebesitzer hält sich an die Leinenpflicht oder daran, die Hinterlassenschaften des Tieres auch zu entsorgen“, erklärt Michaelis. Und auch Andreas Engelmann, Chef des Stadtentwicklungsausschusses, stellt fest, dass Hunde im Park nicht gern gesehen sind. Die Anwohner in Schmarl reagieren ebenfalls empört: „Warum kann eine Öffnung nicht auch ohne Hunde funktionieren?“, fragt eine Anwohnerin.

Das neue gastronomische Angebot hingegen befürworte man in den angrenzenden Stadtteilen sehr. Ebenso wie touristische Angebote durch Dritte. „Ein kleines Eintrittsgeld könnte aber bleiben. Das zeugt schließlich von Wertschätzung für die Pflege und den Erhalt der Anlage“, gibt Michaelis zu bedenken. Die Anlage für Radfahrer zu öffnen, stoße auf unterschiedliche Auffassungen in den Ortsbeiräten. Engelmann findet, dass Fahrradwege, wenn überhaupt, nur zum Durchfahren des Parkes entstehen sollten. Auch, um den Charakter eines Erholungsgebietes nicht zu gefährden. Für ihn spiele die Öffentlichkeitsarbeit in Zukunft eine tragende Rolle. „Museum und Iga-Park müssen gemeinsam vermarktet werden. Ein Alleingang funktioniert nicht“, sagt er. Im Februar 2019 soll es nun eine Beschlussvorlage für die Bürgerschaft geben. Matthias Horn weiß: „Wir bekommen nur positive Rückmeldungen, dass endlich etwas passiert im Iga-Park.“ In diesem Punkt sind sich die Beteiligten einig: Im Iga-Park gibt es noch viel zu tun. Und das geht miteinander meist besser als gegeneinander.

Lea-Marie Kenzler