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Absturz am Kühlturm in Rostock: Todesopfer war nicht gesichert
Absturz am Kühlturm in Rostock: Todesopfer war nicht gesichert
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18:50 14.01.2019
Im November kam es zu dem tödlichen Arbeitsunfall am Kühlturm. Ein Mann starb, einer konnte gerettet werden. Quelle: Stefan Tretropp
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Rostock

Zwei Monate nach dem tödlichen Absturz eines Arbeiters vom Rostocker Kühlturm dauern die Ermittlungen weiter an. „Nach aktuellem Stand ist aber nicht von Fremdverschulden auszugehen“, sagt Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft. Offenbar waren die beiden Männer auf ihrer Arbeitsplattform nicht angeseilt, „obwohl bei solchen Arbeiten grundsätzlich die Pflicht besteht, sich zu sichern“, wie Nowack erklärt.

Bei Wartungsarbeiten reißen die Seile der Gondel

Am 15. November war es auf dem Kraftwerksgelände im Überseehafen zu dem tragischen Unfall gekommen. Der tödlich verunglückte 39-Jährige war mit einem Kollegen gerade mit Wartungsarbeiten an der Fassade des Turm beschäftigt, als die Seile der Gondel auf einer Seite rissen. Der Mann, der für die Bobinger Firma Hydro-Tech arbeitete, stürzte aus rund 60 Metern in die Tiefe und war sofort tot. Sein 34-jähriger Kollege konnte sich festklammern.

Bilder vom Drama im Rostocker Überseehafen

Höhenretter seilen sich von der Turmspitze ab

Die sofort eingeleitete Rettungsaktion dauerte mehrere Stunden. Weil es keine Möglichkeit gab, den Mann von unten aus zu bergen, mussten die Höhenretter den Turm erst über eine Außentreppe erklimmen und sich dann von der 140 Meter hohen Spitze bis zu dem Arbeiter abseilen. Der war nur leicht verletzt, stand nach den Geschehnissen aber unter Schock und wurde von den Rettungskräften versorgt.

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Claudia Labude-Gericke