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Reisereporter ITB: Deutschlandtourismus bleibt auf Erfolgskurs
Reisereporter ITB: Deutschlandtourismus bleibt auf Erfolgskurs
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13:34 08.03.2017
Turbulentes Nachtleben: Nichtzuletzt deshalb kommen viele Touristen nach Berlin.
Turbulentes Nachtleben: Nichtzuletzt deshalb kommen viele Touristen nach Berlin. Quelle: Wolfgang Scholvien/visitberlin/dpa-Tmn
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Berlin

Dieses Gefühl, dass die Welt aus den Fugen zu geraten scheint - das hatte im vergangenen Jahr sicher der eine oder andere. In Zeiten von Chaos kann Deutschland da durchaus ein sicherer Hafen sein - vor allem, wenn es um das Thema Urlaub geht. Warum in die Ferne schweifen...

Statistische Bundesamt für 2016 in Deutschland
Reisemesse ITB

Auch Prof. Torsten Kirstges, Tourismusexperte an der Jade Hochschule in Wilhelmshaven, erklärt: „Deutschland ist für Urlauber nach wie vor die wichtigste Destination.“ Auch er sieht nicht, dass Deutschland vom Terror in anderen Ländern unbedingt profitiert. „Wenn jetzt gewisse Auslandsdestinationen wegbrechen, dann werden die nicht unbedingt von Deutschland substituiert.“ Denn das, was südliche Länder wie Ägypten oder Türkei bieten - Strand, Wärme und natürlich Auslandsgefühl -, könne Deutschland nicht ersetzen.

Und so ganz richtig ist das mit dem Terror anderswo und dem sicheren Hafen Deutschland allerspätestens seit dem 19. Dezember 2016 auch nicht mehr. Damals steuerte der Tunesier Anis Amri einen Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt und tötete zwölf Menschen. Islamistischer Terror - auch in Deutschland.

Tourismus in der Hauptstadt

Das bestätigt auch die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT). Europa verzeichnete 2016 ein einstelliges Minus bei Reisen von Asiaten nach Europa. Deutschland sei mit einem Plus von drei Prozent aber immer noch gut aufgestellt, heißt es. Bei Sicherheitsfragen müsse man Europa im Kontext sehen, erklärt DZT-Chefin Petra Hedorfer. Terror in Brüssel, Paris, Nizza - aus der Ferne werde Europa als eine Destination wahrgenommen. Reisende differenzierten hier nicht unbedingt zwischen einzelnen Ländern.

Tourismusexperte Kirstges glaubt allerdings nicht an eine allgemeine Unsicherheit in Deutschland und geht nicht davon aus, dass etwa Städtereisen deutscher Urlauber von diesen Entwicklungen betroffen sind. „Städte besichtigen, Musicals anschauen - ich denke nicht, dass die Leute das jetzt weniger machen“, sagt er. Da müsse schon regelmäßig etwas passieren.

„Sicherheitsbedenken haben zum ersten Mal für Deutschland eine Rolle gespielt“, sagt allerdings auch Bettina Bunge von Dresden Tourismus. Ihre Stadt hat aber mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, im In- und Ausland: dem schlechten Image durch Pegida. „Der gute Ruf hat gelitten“, räumt sie ein. Dresden verzeichnete 2016 zwar wieder über vier Millionen Übernachtungen, es waren jedoch etwas weniger als 2015 und 2014.

dpa/tmn

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