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Reisereporter Vier Ufer und zwei Abstecher: Mit dem Rad um den Chiemsee
Reisereporter Vier Ufer und zwei Abstecher: Mit dem Rad um den Chiemsee
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04:54 22.06.2017
Auf zwei Rädern um den Chiemsee - wie hier bei Seebruck erkunden viele Touristen das „Bayerische Meer“ gerne vom Fahrradsattel aus.
Auf zwei Rädern um den Chiemsee - wie hier bei Seebruck erkunden viele Touristen das „Bayerische Meer“ gerne vom Fahrradsattel aus. Quelle: Norbert Eisele-Hein/chiemgau Tourismus/dpa
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Übersee

Wer ohne Pausen in die Pedale tritt, kann den Chiemsee in knapp drei Stunden mit dem Fahrrad umrunden. Es gibt Einheimische, die das regelmäßig als Ausdauertraining machen.

Informationen

Für das Nord-, Ost- und Südufer: Chiemgau Tourismus, Haslacher Straße 30, 83278 Traunstein, Tel.: 0861/909 59 00, E-Mail: info@chiemgau-tourismus.de.

Für das West- und Südwestufer im Kreis Rosenheim: Chiemsee-Alpenland Tourismus, Felden 10, 83233 Bernau am Chiemsee, Tel.: 08051/96 55 50, E-Mail: info@chiemsee-alpenland.de.

Wer als Urlauber in den Fahrradsattel steigt, nimmt sich dagegen meist mehr Zeit, und das aus gutem Grund: Viel ist zu entdecken, wenn das Tempo gemächlich bleibt, und ein paar lohnende Abstecher gibt es auch. Eine Radreise um den Chiemsee in sechs Etappen, verteilt über zwei Tage:

SÜDUFER: Von Übersee nach Bernau

Übersee an der Südostecke des Sees ist ein exzellenter Ausgangspunkt für eine Umrundung - weil er perfekt passt, um diese auch wieder zu beenden. Dazu später mehr. Zunächst aber heißt es, eine Entscheidung zu treffen: Welcher Radweg soll's denn sein? Da ist zum einen der 57 Kilometer lange, auf Karten blau eingezeichnete Chiemsee-Rundweg. Er ist für langsame Radler, Familien, Nordic-Walker und Fußgänger gedacht. Und es gibt zum anderen den 55 Kilometer langen und orange markierten Chiemsee-Radweg für sportliche, schnellere Radfahrer.

„Auf dem Chiemsee-Radweg ist man manchmal etwas mehr auf der Anhöhe unterwegs und hat dann einen schönen Blick auf den See“, sagt Nina Glasow von Chiemgau Tourismus. Der Chiemsee-Rundweg dagegen bleibt an manchmal näher am Ufer, dafür muss man die Fußgänger in Kauf nehmen.

Torf

WESTUFER: Von Bernau nach Gstadt

Schloss Herrenchiemsee

ERSTER ABSTECHER: Zur Ratzinger Höhe

Wer einen ganz anderen Ausblick auf den See genießen will, kann sich in Prien nach Westen wenden - und erlebt sich beim Gedanken an das Wort Ratzinger anschließend fluchend und betend, immer abwechselnd. Mit dem Papst aus Bayern hat das alles nichts zu tun, die Anhöhe hat nur denselben Namen. Der Weg wird für den ungeübten Großstadtmenschen nur irgendwann so steil, dass er sich verflucht, ihn angetreten zu haben - und zugleich dafür betet, er möge doch bald zu Ende sein.

Die Ratzinger Höhe, 694 Meter über dem Meeresspiegel, ist die höchste Erhebung am Chiemsee. Von dem zur Landesgartenschau 2010 in Rosenheim errichteten Aussichtsturm kann man schön hinüber zur Kampenwand und zum Hochfelln in den Chiemgauer Alpen sehen. Eine bessere Aussicht auf den See bietet ein kleiner, hinter einem Wäldchen versteckter Aussichtspunkt nordwestlich des Ausflugslokals „Gasthof Weingarten“. Herren- und Fraueninsel, Segelboote, die Alpen: was für ein Panorama!

NORDWEST- UND NORDUFER: Von Gstadt nach Seebruck

Von Gstadt aus verläuft der Chiemsee-Rundweg unter hohen Bäumen am Wasser entlang. Hier verschmelzen Rundweg und Radweg zeitweise mit anderen Routen wie dem 450 Kilometer langen Mozart-Radweg und dem Klosterweg zu den drei Klöstern Frauenwörth, Seeon und Baumburg. „Das Radwegenetz der Region umfasst insgesamt 20 Themenrouten mit 1400 Kilometern Strecke“, sagt Jens Hornung von Chiemgau Tourismus.

ZWEITER ABSTECHER: Nach Seeon und Altenmarkt

Seeon
Fähre

OSTUFER: Von Seebruck über Chieming nach Übersee

Auf dem Weg von Altenmarkt oder Seebruck nach Süden liegen nun die Alpen beständig vor Augen - und bald auch das Naturschutzgebiet an der Mündung der Tiroler Achen. Der Chiemsee-Zufluss spült pro Jahr neben viel Wasser auch 200 000 Kubikmeter Feinmaterial und 10 000 Kubikmeter Sand und Kies aus den Bergen herbei. In dem einzigen sich natürlich entwickelnden Binnendelta Europas, schieben sich die Sand- und Kiesbänke jedes Jahr um einige Meter nach Norden in den See.

Aus der Nähe anschauen kann man sich das nicht, denn das Mündungsdelta darf niemand betreten. An der Hirschauer Bucht südlich von Chieming und am Aussichtspunkt Lachsgang nördlich von Übersee gibt es jedoch Beobachtungstürme, in denen sich Radler und andere Touristen informieren können über die 300 Vogelarten am Chiemsee.

Strandbad Übersee

dpa/tmn

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