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OZ Anker-Jungs verteidigen Bronze-Platz
Anker-Jungs verteidigen Bronze-Platz
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18:49 06.05.2019
Erik Biemann (am Ball) setzte sich in dieser Spielszene im Zweikampf gegen den Kicker vom FC Hansa Rostock durch. Der FC Anker gewann die Auftaktpartie mit 2:0. Quelle: Foto: Peter Preuss
Dorf Mecklenburg

Die E-Junioren des FC Anker Wismar haben beim 36. traditionellen Fußballturnier in Dorf Mecklenburg den dritten Platz erkämpft und damit den Bronze-Platz aus dem Vorjahr verteidigt. Damals wurde das Team von Trainer Frank Janowsky und Volkmar Duwe Dritter. Diesmal waren es die Schützlinge von Trainer Mathias Tietze-Böhm und René Preuß, die sich überraschend in der Vorrunde in der Staffel B ungeschlagen und mit einem Torverhältnis von 19:0 klar vor ihrer Konkurrenz durch setzten. Die beiden anderen Vertreter aus der Nordwestmecklenburg - der FC Schönberg und Gastgeber Mecklenburger SV - landeten auf den hinteren Plätzen. Schönberg gewann um Platz elf gegen den SV Rhinow (Brandenburg) 3:0 und die Dorf Mecklenburger unterlagen dem Titelverteidiger BFC Dynamo um Platz neun mit 1:2.

Doch den Wanderpokal schnappte sich das Team vom FC Förderkader René Schneider. Im Finale überrollten die Rostocker überraschend die Jungs vom 1. FC Neubrandenburg mit 6:2 - in der Vorrunde siegten jedoch die Neubrandenburger gegen die Rostocker mit 3:0.

Der FC Anker startete gleich im ersten Gruppenspiel gegen die favorisierten Nachwuchskicker vom Drittligisten FC Hansa Rostock mit einem 2:0. „Das ist ein guter Start. Darauf können wir aufbauen“, freute sich Trainer Mathias Tietze-Böhm. Eine klare Angelegenheit war dann die Partie gegen den SV Rhinow (Brandenburg). Die Jungs wurden deutlich mit 5:0 besiegt. „Das haben die Jungs gut gemacht“, meinte Lothar Kranz. Er begleitet seinen Enkel Erik Biemann, seitdem dieser bei den G-Junioren des FC Anker mit dem Fußballspielen begann. Gegen den FSV Blau-Weiß Greifswald taten sich die Wismarer dann ein wenig schwer und trennten sich 0:0. Vermutlich hat dieses Unentschieden aber wieder ihre Torschusslaune geweckt. Denn gegen den VfB Germania Halberstadt legten die Anker-Jungs los wie die Feuerwehr und erzielten am Ende der 15 Minuten-Spielzeit sechs Tore, ohne einen Treffer kassiert zu haben. Mit diesem 6:0-Sieg befanden sich die zehn- und elfjährigen Spieler von Mathias Tietze-Böhm auf dem Weg zum Halbfinale. Im letzten Gruppenspiel leisteten die Gastgeber vom Mecklenburger SV in der Anfangsphase dem FC Anker mehr Widerstand, als es den Wismarern lieb war. So dauerte es einige Minuten, ehe der Favorit in dieser Begegnung den ersten Treffer erzielen konnte. Doch am Ende gewannen die Schützlinge von Trainer Tietze-Böhm auch diese Partie klar mit 6:0 und standen dann im Halbfinale. Dort trafen sie auf den 1. FC Neubrandenburg, das allerdings mit einem Spieler weniger auskommen musste, weil die Neubrandenburger nicht genügend Wechsler auf der Bank hatten. Zwei Kicker hatten sich im letzten Gruppenspiel verletzt und konnten nicht mehr eingesetzt werden. Doch auf dem Platz zeigten die Neubrandenburger, dass sie auch in Unterzahl mit den Hansestädtern aus Wismar mithalten können. Das Spiel endete ein wenig glücklich für den FC Anker 0:0. Beim anschließenden Neunmeterschießen hatten die Neubrandenburger die besseren Nerven und gewannen mit 3:2.

Im Spiel um Platz drei gegen den FSV Blau-Weiß Greifswald rauften sich die Wismarer Jungs noch einmal zusammen und siegten knapp mit 1:O.

Spannend ging es auch in der Mittagspause bei der Suche nach dem Elfmeter-König zu. Aus jedem der zwölf Teams durfte je ein Spieler Peter Spierling, Torwart der ersten Männermannschaft des Mecklenburger SV, prüfen, was er so auf den Kasten hat. Während alle Elfmeterschützen noch bei der Probe ihren Ball versenkten, trennte sich dann allerdings die Spreu, als es ernst wurde. Am Ende blieb Lenn Müller vom FC Mecklenburg Schwerin übrig, der Spierling im Tor keine Chance ließ. Bei der anschließenden Siegerehrung freute sich der Schweriner über den Pokal, den er dafür erhielt. Aber auch Emma Bünger und Dorothea Bunke (beiden vom Mecklenburger SV wurden mit einer Urkunde gewürdigt, dass sie als Mädchen im Jungenteam erfolgreich spielen. Eine Einzelauszeichnung erhielten auch Finn Borowski (FC Anker), Pepe Born (Mecklenburger SV) und Pavle Kostic (FC Schönberg).

Am Ende gab es auf dem Sportplatz an der Mecklenburger Mühle nur zufriedene Gesichter. „Das Turnier war hervorragend und sehr gut organisiert. Dafür danke ich allen fleißigen Helfern vom Mecklenburger SV“, sagte Torsten Tribukeit (Die Linke), Bürgermeister von Dorf Mecklenburg. Erleichtert war auch Ulrich Meierfeldt, der 1984 dieses Nachwuchsturnier aus der Taufe gehoben hat. „Wir haben sehr schöne Spiele gesehen und freuen uns schon auf die 37. Auflage, die im nächsten Jahr wieder bei uns stattfinden wird“, so der Cheforganisator des größten Fußballturniers im Nordwestkreis.

Peter Preuß