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OZ Bei Empor Rostock stehen die Zeichen auf Angriff
Bei Empor Rostock stehen die Zeichen auf Angriff
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20:27 21.08.2019
Sie wollen hoch hinaus: Empor-Trainer Till Wiechers (M.) und die Spieler Jaris Tobeler, Jonas Ottsen, Tim Völzke und Per Oke Kohnagel. Quelle: Foto: Stefan Ehlers
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Rostock

Die Ansage von Till Wiechers ist unmissverständlich. „Der Titel geht nur über uns“, sagt der Trainer des HC Empor Rostock. Und weiter: „Wir werden nur schwer zu schlagen sein.“ Die ungewohnt markigen Sprüche des ansonsten zurückhaltenden Handball-Lehrers sind Ausdruck gewachsenen Selbstbewusstseins. Nach Platz eins in der Vorsaison und dem hauchdünn verpassten Zweitliga-Aufstieg stehen die Zeichen auf Angriff.

Das Gros der Mannschaft blieb zusammen. Der Kader wurde mit Jonas Ottsen (kam vom VfL Lübeck-Schwartau), Ole Diringer (TSV Altenholz), Per Oke Kohnagel (Oranienburger HC) sowie U-19-Vizeweltmeister Jaris Tobeler (SG Flensburg-Handewitt) verstärkt. „Die vier passen perfekt ins Team“, lobt Wiechers. „Ich bin mit dem Kader sehr zufrieden und glücklich. Ich freue mich extrem auf die Saison“, fügt der 36-Jährige hinzu.

Zum Auftakt am Sonntag gastiert Drittliga-Aufsteiger HG Hamburg-Barmbek in der Stadthalle (Anwurf 16.30 Uhr). „Wir sind total heiß auf das Spiel“, versichert Tim Völzke. Auch Jonas Ottsen hat „einfach Bock, in der Stadthalle zu spielen“.Der Verein plant ein Handball-Fest, das an die Aufstiegsspiele im Frühjahr anknüpfen soll und verspricht ein attraktives Rahmenprogramm mit Live-Musik sowie der Verlosung einer Flusskreuzfahrt-Reise für zwei Personen.

Das Duell mit dem Liga-Rückkehrer ist das erste von vier Duellen in der über 4600 Zuschauer fassenden Arena. Bereits am 14. September folgt dort das Derby gegen die Mecklenburger Stiere, die den Aufstieg als Ziel ausgegeben haben. Auch Zweitliga-Absteiger Dessau-Roßlauer HV und Hildesheim wollen oben mitspielen.

„Wir sind sehr stark, haben aber auch noch viel zu tun“, meint Trainer Wiechers, der in der Vorbereitung aufgrund von Verletzungen und der JWM-Teilnahme von Tobeler zum Improvisieren gezwungen war. Beim Auftakt muss er wohl auf Diringer (Oberschenkelprobleme) verzichten.

Empor plant für die kommende Drittliga-Saison mit einem Etat von rund 800 000 Euro. Weitere 250 000 Euro werden für den Verein veranschlagt. Der neuen Vorstandsriege um Klubchef Tobias Woitendorf war es zum Abschluss der vergangenen Spielzeit erstmals seit der Wende gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren. „Solides Wirtschaften soll Ziel und Maßstab auch für die Zukunft sein. Dafür sind neben den großen Unternehmen wie der Ospa, A-Rosa, Nordwasser oder der Wiro auch die vielen kleineren und mittleren Unterstützer wichtig“, sagte Woitendorf, der drei Tage vor dem Saisonstart eine Erfolgsmeldung verkündete. Der Verein habe in den vergangenen Monaten 150 neue Mitglieder gewonnen, sagte er. „Jetzt fehlen uns nur noch fünfzig bis zur 500er-Marke.“

Woitendorf hofft, „dass uns die Mannschaft erneut so viel Freude bringt wie in der vergangenen Saison, als sie den Handball zurück in die Stadt und in die Herzen der Menschen gebracht hat“.

Auch Trainer Wiechers erwartet von seiner Truppe mehr als Punkte und Tore. Gewinnen mit Charakter – ein Credo, das seine Truppe längst verinnerlicht hat. „Wir wollen Vorbilder für junge Menschen sein und die Zuschauer mit unserer Art, Handball zu spielen, begeistern“, bekräftigt der Coach.

Eintrittskarten für das Saisoneröffnungsspiel sowie Kombi-Tickets für das Derby gegen die Mecklenburger Stiere sind in den OZ-Service-Centern, online unter www.hcempor.de sowie am Sonntag ab 15 Uhr in der Stadthalle erhältlich.

Von Stefan Ehlers