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Fussball local Hero Hansa: Heimfluch beenden – zur Not mit der Brechstange
Fussball local Hero Hansa: Heimfluch beenden – zur Not mit der Brechstange
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00:00 15.09.2017
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Rostock

Die bevorstehende englische Woche hat Pavel Dotchev schon komplett im Kopf. „Der Plan ist: Wir wollen die beiden Heimspiele gewinnen und dann mit breiter Brust nach Paderborn fahren“, kündigte der Hansa-Trainer gestern vor den Partien morgen gegen Bremen II und am Dienstag gegen Zwickau sowie dem Gastspiel in Paderborn am kommenden Freitag an. Wenig später fiel ihm auf, dass er vielleicht doch etwas zu weit vorausgeblickt hatte. Getreu der altbekannten Devise, immer nur aufs nächste Spiel zu schauen, kehrte er daher schnell wieder ins aktuelle Tagesgeschäft zurück. Denn damit haben die Rostocker genug zu tun.

Seit fast einem halben Jahr und sieben Pflichtspielen laufen die Hanseaten inzwischen einem Heimsieg hinterher. Den letzten Dreier im Ostseestadion gab’s am 5. April gegen Duisburg (1:0). „Wir brauchen einen Erfolg, wenn nötig mit der Brechstange. Wir müssen es erzwingen“, fordert Dotchev. Der 51-Jährige weiß, dass sich eine desaströse Bilanz wie im Vorjahr, als die Rostocker mit 21 Punkten das heimschwächste Team der Liga waren, nun unter seiner Regie und bei höher gesteckten Zielen nicht wiederholen darf. „Letztes Jahr wurden nur vier Heimspiele gewonnen. Für unsere Ansprüche geht das nicht“, stellt Dotchev klar. Er ist sich sicher: „Wir werden die Kurve kriegen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, dann läuft alles. Samstag ist eine super Gelegenheit für uns.“

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Für die kräftezehrende englische Woche mit drei Spielen in sieben Tagen setzt der einstige Bundesliga-Profi auf Rotation. „Ich denke über die eine oder andere Veränderung nach“, meint Dotchev, „es gibt einige gute Optionen“. Zum Beispiel Rankovic statt Nadeau rechts in der Abwehr und Evseev für Wannenwetsch in der Zentrale. „Wir müssen rotieren ohne Leistungsabfall. Ich werde nicht das Gerüst auseinandernehmen, sondern nur dort, wo wir einen gleichwertigen Spieler haben.“

Die Rückkehr von Amaury Bischoff nach seinen drei Spielen Sperre steht für den Hansa-Coach dagegen außer Frage. „Er ist für mich ein Schlüsselspieler“, stellt Dotchev dem Kapitän eine Einsatzgarantie aus. „Ich bin mir sicher, dass er fußballerisch schnell wieder drin ist. Das ist wie Fahrrad fahren. Einmal gelernt – kann man immer. Nur konditionell braucht er noch etwas.“

Bischoff soll vor allem für mehr Durchschlagskraft der Offensive sorgen. Stürmer Soufian Benyamina hat zwar bereits vier Saisontore auf dem Konto, vergibt aber auch viele Chancen. „Wenn er zu mir sagt: ,Mich spricht jetzt schon der Hausmeister an, was können wir machen?’, kommt man an dem Thema nicht vorbei“, meint Dotchev. Durch den Langzeit-Ausfall von Marcel Ziemer (Kreuzbandriss) seien nun alle Offensivkräfte gefordert. „Wir wissen, wo die Defizite sind. Ich erwarte auch von Selcuk Alibaz und Marcel Hilßner mehr“, macht Dotchev klar: „Wir werden im Training noch mal isoliert mit den offensiven Leuten arbeiten, um ,Soufi’ Selbstvertrauen zu geben. Das ist das Einzige, was wir machen können.“

Kai Rehberg

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