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Fussball local Hero Top-Sturm und starke Defensive: Kiel auf Zweitligakurs
Fussball local Hero Top-Sturm und starke Defensive: Kiel auf Zweitligakurs
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00:00 06.05.2017
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Rostock/Kiel

Zur Zeit fliegen die Kieler Störche nur so durch die 3. Fußball-Liga. Zehn Spiele ohne Niederlage und die beste Heimbilanz haben die Holsteiner vorzuweisen. Heute (14.00 Uhr) wollen sie gegen den FC Hansa Rostock diese Serie ausbauen. ,,Wir können uns nur selbst stoppen. Nämlich wenn wir nur einen Zentimeter zurückweichen“, sagte der Holstein-Verteidiger Niklas Hoheneder.

Vor dem Nordderby gegen Hansa steht Holstein weit oben in der Tabelle (2. Platz/58 Punkte). Wie schon in der Saison 2014/15 liegen die Kieler im Aufstiegsrennen in aussichtsreicher Position. Vor zwei Jahren scheiterten die Norddeutschen dramatisch in den Relegationsspielen gegen 1860 München in letzter Sekunde. Die bereits für den Stadionumbau in Kiel angerollten Bagger mussten wieder abrücken.

Um sich eine solche Enttäuschung in diesem Jahr zu ersparen, wollen die Schleswig-Holsteiner den direkten Sprung in die höhere Spielklasse schaffen. KSV-Trainer Markus Anfang tritt auf die Euphoriebremse: ,,Bei zwei Punkten Vorsprung auf Magdeburg (3./56) dürfen wir auf keinen Fall daran denken, dass wir auch bei einem 0:0 und dem besseren Torverhältnis noch vorne liegen würden. Wer so denkt, hat schon die nächsten Spiele im Kopf. Jetzt zählt nur die Partie gegen Rostock.“

Nach dem 14. Platz in der Vorsaison mussten bei Holstein zehn Spieler gehen, sieben neue wurden verpflichtet. Die Landeshauptstadt verlassen haben unter anderem Publikumsliebling Marc Heider (zum VfL Osnabrück) und Stürmer Manuel Schäffler (Wiesbaden).

Die angestrebten Erfolge ließen zunächst auf sich warten. Trainer Karsten Neitzel wurde nach dem vierten Spieltag entlassen, dafür übernahm der ehemalige Leverkusener Jugendtrainer Markus Anfang das Ruder. Nach und nach spielten die Störche wie erhofft.

Die gewohnt stabile Defensive mit Ex-Hanseat Kenneth Kronholm im Tor lässt - wie in der Saison 2014/15 - die wenigsten Gegentore zu. Davor sorgen die Neuzugänge Dominick Drexler (VfR Ahlen) und Kingsley Schindler (TSG Hoffenheim) für neuen Schwung in der Offensive.

Sollte der Aufstieg gelingen, gibt es keine Sommerpause in der Geschäftsstelle in Kiel-Projensdorf: Mindestens 15000 Stadionplätze verlangt der DFB, bis dato fasst das Holstein-Stadion nur etwas mehr als 10000. Weiteren Modernisierungsbedarf gibt es bei der Flutlichtanlage, den Medienplätzen und dem Kabinentrakt.

Der für die Finanzen zuständige Geschäftsführer Wolfgang Schwenke schweigt zur genauen Umsetzung: ,,Wir äußern uns momentan nicht. Wir haben einen Plan bei der Stadt, dem Eigentümer des Stadions, vorgelegt. Wenn dieser genehmigt wird, können wir nächste Saison ohne Probleme am Spielbetrieb teilnehmen.“

Personell sind die Kieler für die 2. Liga schon gut gerüstet: Die meisten Profis haben einen Vertrag mit langer Laufzeit, der auch für die höhere Spielklasse gilt. Einzig der Kontrakt mit Steven Lewerenz, mit zehn Toren Top-Torjäger im Storchennest, läuft aus. Die Leistungsträger der letzten Spiele, Christopher Lenz (Union Berlin) und Marvin Ducksch (FC St. Pauli), sind bisher nur auf Leihbasis an der Förde.

Die Rostocker brauchen noch einen Punkt, damit der Klassenerhalt auch rechnerisch unter Dach und Fach ist. Einfach wird es für die Gastgeber also nicht. ,,Wir sind absolut in der Pflicht, gut zu spielen und die Saison anständig zu Ende zu bringen. Das ist mein Anspruch, an mich selbst und an die Mannschaft“, appelliert FCH-Trainer Christian Brand nach der 1:3-Pleite vor einer Woche gegen Wiesbaden an sein Team.

Geschätzte 2500 Koggen-Fans wollen dafür sorgen, dass die Kieler vor ausverkauftem Publikum ihrem Traum vom Aufstiegsflug nach 36 Jahren nicht näher kommen – zumindest nicht heute.

TV: 14.00 Uhr, NDR

Niklas Kunkel

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