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Fussball regional Bittere Pille für Turbine: ESV-Damen verlieren gegen Volleyball-Küken
Fussball regional Bittere Pille für Turbine: ESV-Damen verlieren gegen Volleyball-Küken
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15:30 29.10.2019
Auch die starken Angriffe von Mandy Bleyl (r.) konnten den ESV am Samstag nicht retten. Gegen den VCO Schwerin 2 kassierten die Greifswalderinnen eine 3:2-Niederlage (25:19, 18:25, 25:17, 21:25, 8:15) Quelle: Ronald Krumbholz
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Greifswald

Am Samstagabend stand die Welt Kopf für den Volleyball-Regionalligisten ESV Turbine Greifswald. Nach fünf Sätzen in der Greifswalder Mehrzweckhalle am Thälmannring hieß es 3:2 für den VCO Schwerin 2. Geahnt hatte das im Vorfeld der Partie niemand. Denn bei den Schwerinerinnen handelt es sich um eine Nachwuchsmannschaft mit außerordentlichem Spielrecht. Das Durchschnittsalter des VCO-Kaders beträgt gerade einmal 15 Jahre!

ESV entscheidet ersten Satz souverän

Entsprechend selbstbewusst starteten die gestandenen Turbine-Damen gegen die Volleyball-Küken in den ersten Satz. Hatte der ESV in den Spielen zuvor meist mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, waren es in dieser Begegnung die Gäste, die einen überrumpelten Eindruck machten. Zwischenzeitlich lagen die Greifswalderinnen mit ganzen elf Punkten in Führung, beendeten den ersten Durchgang souverän 25:19. Bis zu diesem Punkt sah alles nach einem klaren 3:0 Sieg für die Gastgeberinnen aus. „Wir haben gut angefangen, aber stark nachgelassen“, kommentierte ESV-Kapitänin Kristin Wenzel nach dem Spiel enttäuscht.

Volleyball-Küken geben Kontra

Bei ihren Gegnerinnen verhielt es sich genau anders herum: „Am Anfang waren wir viel zu langsam. Für den zweiten Satz hatten wir uns vorgenommen, richtig Gas zu geben“, schilderte Gästetrainer Radek Krpac. Und tatsächlich zeigten die Gäste im zweiten Satz, dass man sie lieber ernst nehmen sollte. Bei einem Punktestand von 18:18 startete die Schwerinerin Amelie Grawert, die nach der Partie nicht umsonst zur MVP ihres Teams gewählt wurde, ihre zweite Aufschlagrunde im Satz. Grawert ließ sich nicht lange bitten und machte den Sack 25:18 zu. Die Gäste hatten ihren Stand markiert.

Aus 1:1 wird 2:2

Auch der dritte und vierte Durchgang wurde durch starke Phasen zu Satzbeginn und -Ende geprägt. Den dritten Durchgang sicherten sich die Turbine-Damen (25:17), den vierten – nach zwischenzeitlicher Aufholjagd durch den ESV – die Gäste (25:21). Dabei tauchten beim ESV mit zunehmender Spiellänge wieder alt-bekannten Probleme auf. „Unser Spiel war zu unpräzise. Dadurch konnten wir keinen Druck im Angriff aufbauen. Das hat sich vor allem in den langen Ballwechseln bemerkbar gemacht“, analysierte Wenzel die Mannschaftsleistung.

Das mochte auch daran liegen, dass mit Anne Weidauer die etatmäßige Zuspielerin fehlte. Ersetzt wurde Weidauer durch Alina Beese, die normalerweise als Libera im Einsatz ist. Normalerweise gelingt es beiden Akteurinnen, dem Greifswalder Spiel Ruhe und Struktur zu verleihen. Doch an diesem Spiel schien nichts mehr normal zu sein. Die Hoffnung, drei Punkte einzustreichen, war mit dem 2:2 inzwischen dahin.

ESV vom Pech verfolgt

Und dann auch noch das: Es steht gerade 6:5 im alles entscheidenden fünften Satz, da liegt die Greifswalderin Evelyn Gritzan aus heiterem Himmel mit schmerz-verzerrtem Gesicht am Boden. Obwohl gerade an keiner Aktion beteiligt, knickte Gritzan ungünstig mit dem Fuß um und musste am Spielfeldrand vom schnell herbeigeeilten Co-Trainer der Schwerinerinnen, Torsten Sykora, behandelt werden. Für Gritzan stand erstmals Hanna Dethloff für den ESV auf der Platte. Ihr Saison-Debüt hatte sich die 22-Jährige jedoch anders vorgestellt: „Es hat mich gewurmt, heute zu spielen“, erzählte Dethloff nach dem Spiel. Auch beim Rest der Mannschaft war es nun endgültig vorbei mit der Konzentration. So ging auch der letzte Satz an die Schweriner Gäste, die sich somit die ihre ersten drei Punkte in der aktuellen Spielzeit sichern konnten.

Von Alexander Kruggel

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