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Fussball regional Hohendorf verpasst Sprung ins Mittelfeld
Fussball regional Hohendorf verpasst Sprung ins Mittelfeld
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00:00 16.10.2017
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Hohendorf/Bansin

Die Landesklasse-Fußballer des FC Insel Usedom haben am Freitagabend vorgelegt. Im Spiel gegen den HFC Greifswald gab es sieben Treffer und drei Punkte für den FCU. Die Hohendorfer Kicker haben dagegen gestern verloren und bleiben damit im unteren Drittel der Tabelle.

Hohendorfer SV 69 – Einheit Ueckermünde II 0:1 (0:0). Zehn Minuten vor dem Abpfiff schwante Co-Trainer Tom Schultz nichts Gutes: „Bisher war es ein Spiel auf Augenhöhe. Leider überlassen wir dem Gegner zu sehr die Initiative. Wer jetzt ein Tor schießt, gewinnt.“

Kaum ausgesprochen, schlug es im Tor von Dennis Schenk unhaltbar ein. Ein sehenswerter Treffer zwar, doch er war irregulär. Torschütze Latza hatte sich per Handspiel einen klaren Vorteil verschafft.

„Wozu haben wir einen Linienrichter, der das gesehen haben muss, aber die Fahne nicht hebt? Sogar die Ueckermünder gaben es zu“, konnte es HSV-Trainer Axel Borck nicht fassen.

Den Hohendorfern war nur in der ersten Halbzeit anzumerken, dass sie unbedingt als Sieger vom Platz gehen wollten. Die 70 Zuschauer zogen etwas enttäuscht nach Hause, hatten sie doch gesehen, dass mit zwei guten Halbzeiten mehr drin gewesen wäre. Das Trainerduo Borck/Schultz hatte die Mannschaft heiß gemacht, sodass die erste Halbzeit klar an die Gastgeber ging. Überfallartige Angriffe brachten eine gute Kopfballchance für Sebastian Liedtke und den „Riesen“ für Felix Augustat, der völlig frei am Torwart scheiterte. Auch Kevin Burchardt wurde in höchster Not gestoppt. Die Gäste spielten gefällig, hatten aber wenig Zug zum Tor. Einige Distanzschüsse und Freistöße brachten Schenk kaum ins Schwitzen. Nach der Pause bekam Ueckermünde zunehmend Feldvorteile. Der HSV stand kompakt hinten drin, mit dem überragenden Toni Wilke, der aus der Tiefe viele Impulse setze, und dem Zweikampf- und laufstarken Tim Preusche. Nach vorn ging aber zu selten die Post ab. Augustat und Markus Gebhardt mit einem Gewaltschuss (67.) prüften Einheits Keeper, doch das war zu wenig an Torgefahr.

Auch nach dem Rückstand hatten die cleveren Haffstädter wenig Mühe, die Hohendorfer Angriffsbemühungen zu stoppen. Liedtke verhinderte mit letztem Einsatz noch das 0:2 (85.) „Wir machten aus den besseren Chancen nichts. Später hatten wir auch konditionelle Probleme. Einheit riss auch keine Bäume aus, sodass ein Remis gerechter gewesen wäre“, so das Fazit von Tom Schultz.

Hohendorf: SchenkD. Brandt, Wilke, Hirt – Preusche (86. Kruse), Ruhnke – Liedtke, P. Brandt, Gebhardt - Burchardt, Augustat.

Tor: 0:1 Latza (82).

FC Insel UsedomHFC Greifswald 4:3 (2:0). Erleichtert waren die Fußballer des FC Insel Usedom und 120 Zuschauer, als der Schiedsrichter die Partie abpfiff und der 4:3-Sieg perfekt war. „Ich hatte meine Truppe davor gewarnt, den Gegner zu unterschätzen“, sagte FCU-Trainer Hagen Reeck nach dem Spiel. Der Tabellenletzte der Landesklasse-Staffel II, der HFC Greifswald, wehrte sich nach Kräften und kämpfte um mögliche Punkte. So wurde es in der Schlussphase des Spiels noch eng. Nach dem 4:2 der Gastgeber legten die „Hengste“ noch in der regulären Spielzeit das 3:4 nach. „Die hektischen Schlussminuten hätten wir uns ersparen können“, sagt Reeck. „Das Spiel hätten wir viel früher für uns entscheiden müssen.“

Beide Teams brauchten Anlaufzeit, um sich auf den Gegner und die Bedingungen einzustellen. Flutlicht ist nicht Jedermanns Sache. Der FCU spielte offensiv und kam über die Flügel. Ein Seitfallzieher von Konstantin Karamann, Versuche von Krzystof Hus und Ronny Rodenhagen vereitelte jedoch der gegnerische Keeper. Mit einem Kopfballtor brach Rodenhagen den Bann. Aber auch die Greifswalder, die aus einer sicheren Abwehr spielten, suchten den Weg nach vorn. So musste FCU-Kapitän Martin Schmidt bei der besten HFC-Aktion auf der Linie klären. Statt des Ausgleichs fiel aber das 2:0, wieder per Kopf.

Die „Hengste“ machten deutlich, dass sie nicht als Punktelieferant gekommen waren. Nach Chancen von Hus, der seine Dribblings zuweilen übertrieb, und Rodenhagen, verkürzte der HFC. Doch schon im Gegenzug traf Karamann. Hier und auch beim 4:3 schienen die Torhüter vom Flutlicht geblendet. Nach dem 3:1 ließen die Gastgeber jede Menge Chancen aus. So kamen die Greifswalder nach einer Abwehrpanne des Heimteams auf 2:3 heran. Als der eingewechselte Pohlmann dann Rüh bediente und der das 4:2 schoss, schien der Sieg perfekt. Doch dann traf Kröger mit einem Freistoß aus großer Entfernung und die Usedomer mussten noch bis zum Abpfiff um den Dreier bangen.

FCU: Fica – Wozny, Schmidt, Grambow-Knuth – Kwiatkowski, Gohlke (51. Marynowski), Zerbe (70. Pohlmann) – Hus – Karamann, Rodenhagen (86. Bahr), Rüh.

Tore: 1:0, 2:0 Rodenhagen (18., 44.), 2:1 Paulun (60.), 3:1 Karamann (61.), 3:2 Geng (76.), 4:2 Rüh (88.), 4:3 Kröger (90.).

Detlef Spiller und Gert Nitzsche

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