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Fussball regional Leidenschaft Mixed-Volleyball:
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Leidenschaft Mixed-Volleyball:

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12:21 05.01.2020
Auch auf der Platte machte Turnierleiter Patrick Bull (r.) mit seinem Team eine gute Figur. 2016 rief der 30-Jährige die Vorpommern-Liga für Mixed-Teams ins Leben. Quelle: Ronald Krumbholz
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Greifswald

Wenn „Your Daddy’s Girlfriend Experience“ und die „Querschläger“ sich gegenseitig die Bälle um die Ohren hauen, dann wird Volleyball gespielt. 15 Mixed-Teams, vor allem aus Greifswald und Umgebung, aber auch aus Schwerin oder Warnemünde, traten am Sonnabend beim Neujahrsturnier des BSC Hanse an.

Leidenschaft Mixed-Volleyball

Für die Mannschaften ein spaßiger Zeitvertreib, für Patrick Bull eine Herzensangelegenheit. Bull wuselt den ganzen Tag über hin und her. Mit dem Team „Ostblock“ geht es für ihn auf die Platte. Nach den Spielen verschanzte er sich meist in dem kleinen Kabuff für den Hallenwart, um den Turnierverlauf im Blick zu haben. Es ist nicht das erste Mal, dass der 30-Jährige ein Freizeitturnier veranstaltet. „Mir ist irgendwann aufgefallen, dass der Liga-Volleyball hier mehr Gewicht hat, als der Breitensport. Das wollte ich ändern“, erklärt Bull.

„VoPoLi“ befördert den Breitensport

Der BSC veranstaltet deshalb jährlich etwa vier Hallen-Turniere und drei Beach-Cups. Seit 2016 gibt es die eigenständige Vorpommern-Liga für Mixed-Teams, die Bull selbst initiierte. Für sein Engagement wurde er im vergangenen Jahr mit der bronzenen Ehrennadel des Kreissportbundes ausgezeichnet. Aber viel wichtiger ist dem Organisator, dass sich mit der neuen Liga auch die Vereine entwickeln: „Ich habe beobachtet, dass Einheit Zinnowitz in den letzten Jahren richtig aufgeblüht ist. Die haben mit Sven Marten inzwischen einen tollen Trainer und plötzlich sind auch Jugendmannschaften in Zinnowitz aktiv. Ich glaube das liegt auch daran, dass mit der Vorpommern-Liga wieder die Möglichkeit zum sportlichen Vergleich da ist“, schätzt Bull.

Kaum Alternativen für Freizeit-Volleyballer

Neben seiner Arbeit widmet er wöchentlich etwa 10 Stunden dieser Leidenschaft: Volleyball, bei dem Frauen und Männer zusammen spielen. „Vor der Vorpommern-Liga gab es hier kaum Möglichkeiten, Mixed zu spielen“, erzählt er, „Nur ein oder zwei Spaß-Turniere im Jahr. Für diejenigen, die vielleicht schon ein wenig älter sind oder einfach nur einen sportlichen Ausgleich und keinen Leistungssport suchen, gab es keine Alternativen.“

„Im geregelten Spielbetrieb der Ligen des Volleyballverbandes mitzumachen, ist schon aufwendig“, erzählt Bernd Krüger. Verschiedenste Formalia wie Spielpläne, Strafordnungen, das Ausfüllen der Spielberichtsbögen und andere Statuten müssten dafür eingehalten werden. Für Freizeitsportler sei dieses Pensum kaum zu erfüllen.

In Schwerin schon längst Tradition

Krüger ist zusammen mit seiner Mannschaften, dem Team „Pink Panther“, aus Schwerin angereist. Dort hat der Mixed-Volleyball schon länger Tradition. Inzwischen gibt es sogar fünf Spielklassen in der Mecklenburg-Liga. „Als ich im Jahr 2003 nach dem Studium in Greifswald nach Schwerin gezogen bin, war das alles schon im vollen Gange“, erinnert sich der 42-Jährige. In Greifswald spielte auch mit einer Männermannschaft des VV Gryps im „offiziellen“ Spielbetrieb. Beim Mixed-Volleyball hingegen, ginge es ihm einfach nur um die Freude am Sport: „Es macht einfach Spaß“, betont Krüger mehrmals. „Außerdem genieße ich es als Mann einfach, mit den Mädels zusammenzuspielen“, schiebt er mit einem Augenzwinkern hinterher.

Lieber Spaß, statt Testosteron

„Die Dynamik ist einfach eine ganz andere“, bestätigt Patrick Bull. Mal laufe das Spiel ähnlich schnell, wie im Männerbereich, mal langsamer, „aber immer ganz individuell“, beschreibt der Turnierleiter. Jeder Körpertyp, jedes Spielniveau würde im Mixed-Volleyball ein Zuhause finden. „Ich habe auch mal als Vertretung in einem Herren-Team gespielt“, erzählt Bull, „da war die Stimmung so testosteron-lastig. Mit den Mädels auf dem Feld, ist alles viel entspannter. Ich habe auch das Gefühl, dass die Spieler mehr Respekt voreinander haben“, fasst Bull die Atmosphäre des Neujahrsturniers zusammen.

Auch wenn es meist recht lustig zuging: den Ehrgeiz hatten die Athleten selbst bei diesem Wettbewerb nicht zu Hause gelassen. Am Ende des zehnstündigen Volleyball-Marathons sicherte sich das Schweriner Team, die Pink Panthers um Bernd Krüger, den ersten Platz. Patrick Bull landete mit der „Ostblock“-Truppe „nur“ auf dem fünften Rang – aber Spaß hatten sie alle, egal wie das Ergebnis lautete.

Platzierungen: 1. Pink Panther, 2. HSG Uni Greifswald, 3. Die Sechs, 4. Skyhammers, 5. OSTBLOCK, 6. Your Daddy’s Girlfriend Experience, 7. Haarmony, 8. Service Team Spass Attack, 9. SV Fortuna Zerrenthin, 10. Querschläger, 11. BSC Hanse Reloaded, 12. HSG Mixed II, 13. VSG 90 Neubrandenburg, 14. SSV Stavenhagen, 15. VC Anklamer Greif.

Von Alexander Kruggel

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