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OZ Entscheidung ohne Feingefühl

Handball 3. Liga HC Empor Rostock Saisonabbruch

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17:11 21.04.2020
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Rostock

Nichts im bitterer im Sport, als um den Lohn seiner Leistung gebracht zu werden. Am Grünen Tisch wurde über den Abbruch der 3. Liga und seine Folgen entschieden. Dass der HC Empor Rostock nicht in die 2.Bundesliga aufsteigt, ist für die Verantwortlichen nur eine Randerscheinung. Für Empor und seine Anhänger ist es Demütigung und Missachtung der Leistung.

Der Entschluss des Deutschen Handballbundes wirkt unfair, weil er alles gleichmacht. Aus Sicht der Rostocker macht es Sinn, die DHB-Entscheidung gerichtlich überprüfen zu lassen. Der Beschluss des Handball-Dachverbandes sorgt für Bitterkeit, weil er wesentliche Aspekte unbeachtet ließ: Zum einen hat Empor genauso viele Pluspunkte wie der Dessau-Roßlauer HV, der zum Aufsteiger gekürt wurde. Der hat zwar zwei Minuspunkte weniger, aber bis zum Abbruch der Saison auch ein Spiel weniger bestritten. Den Aufstieg verdient haben beide Mannschaften.

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Statt sich einer Matheformel zu bedienen, wäre eine Einzelfallprüfung angebracht gewesen: Die hätte gezeigt, dass der HCE sein Heimspiel gegen Dessau – den einzigen Aufstiegskontrahenten der Nordost-Staffel der Liga – mit 32:26 gewonnen hat.

Niemand ist in der Lage, plausibel zu erklären, warum dem neben Dessau überragenden HC Empor der Aufstieg versagt bleibt, während es in der gleichen Spielzeit keine Absteiger aus der Liga geben soll.

Der Gang vor Gericht ist mit der Hoffnung auf Gerechtigkeit verbunden. Mit der auf Empors Aufstieg.

Von Christian Lüsch

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