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OZ Landestrainer Ralf Ploen hofft auf „verkürzte Wettkampfsaison“

Leichtathletik Landestrainer Ralf Ploen hofft auf „verkürzte Wettkampfsaison“

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14:45 13.05.2020
Die Leichtathleten in Mecklenburg-Vorpommern wünschen sich Wettkämpfe. Im Bild: Landestrainer Ralf Ploen unterstützt einen Athleten bei der Dehnung. Quelle: Matthias Trenn
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Rostock

Geduld ist gefragt bei den Leichtathleten in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass Wettkämpfe untersagt sind“, sagt Ralf Ploen. Der Landestrainer der attraktiven Sportart hat sich die Planungen der Landesregierung zur schrittweisen Lockerung der Corona-Bestimmungen genau angeschaut. Bittere Erkenntnis: „Die Aufnahme von Sport-Wettkämpfen steht ganz am Ende.“ Ein Termin wird in dem Papier vorsorglich nicht genannt. Ploen hat die Leichtathletik-Saison 2020 dennoch nicht komplett abgeschrieben. Erste positive Signale habe es in Neubrandenburg bereits gegeben. Dort wurde Anfang Mai vom Gesundheitsamt ein Training unter Wettkampfbedingungen genehmigt. Etwa 20 Werfer und Stoßer waren zugelassen. „Das war beispielhaft. Das sollte fortgesetzt werden“, meint Ploen.

Unterdessen haben die Trainer im Land Übergangsstrategien entwickelt – alles in der Hoffnung, dass es weitere Lockerungen geben wird. Aktuell dürfen nur die Bundeskader in den Sporthallen trainieren. Allen anderen Leichtathleten ist Training im Freien gestattet. Die Gruppen bestehen zumeist aus dem Trainer und fünf Sportlern, die mit dem gebotenen Abstand aktiv sind. In der Phase, als nur Individualsport erlaubt war, berichtet Ploen, haben viele Sportler kreativ reagiert. „Sie haben Videos gedreht, sind auf dem Laufband in Gruppen bis nach Tokio gelaufen, haben sich daheim selbst Trainingsanlagen, wie einen Kugelstoßring, gebaut.“

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Der 53-Jährige wüscht sich, dass es ab 10. Juni die nächsten Erleichterungen im Training geben wird. „Wir haben die Hoffnung, dass nach den Sommerferien (sie enden am 31. Juli/d. Red.) eine verkürzte Wettkampfsaison unter besonderen Bedingungen möglich sein wird.“

Eigentlich sollten zu diesem Zeitpunkt die Olympischen Sommerspiele in Tokio laufen, die aufgrund der weltweiten Corona-Auswirkungen auf das kommende Jahr verschoben worden sind. Für Spitzen-Leichtathleten aus MV sei das bedauerlich. Nun gelte es für Diskuswerferin Claudine Vita, Langstreckenläufer Tom Gröschel und Speerwerfer Julian Weber sich auf neue Ziele vorzubereiten, sagt Ralf Ploen.

Von Christian Lüsch

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