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OZ „Oldies“ aus Wismar gewinnen RT-Cup
„Oldies“ aus Wismar gewinnen RT-Cup
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15:58 25.08.2019
Gerrit Ahrens (l.) und Björn Rennpferd (r.)überreichten an die Sieger des 21. Beachvolleyballturniers den RT-Cup. Es ist ein Nachbau der Wismarer Wasserkunst in Bronze. Quelle: Foto: Peter Preuß
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Wismar

Für eine faustdicke Überraschung sorgte die Abteilung Trümmerbruch „Oldies“ beim 21. Beachvolleyball-Turnier um den RT-Cup Wismar. Die Wismarer gewannen in der Goldrunde im Finale gegen das Team Rocket aus Potsdam mit 2:1-Sätzen. Dritter wurde Maik’s Gang (Schwerin). Die Landeshauptstädter siegten im Spiel um den dritten Platz gegen die Abteilung Trümmerbruch (Wismar) ebenfalls mit 2:1-Sätzen. Freuen konnten sich die ersten drei Platzierten auch über eine Siegprämie in Höhe von 300, 200 und 100 Euro.

„Wir freuen uns riesig, dass wir das Turnier zum zweiten Mal nach fünfjähriger Pause wieder gewinnen konnten“, sagte Alexander Rauch von der Siegermannschaft. Zuletzt gewannen die Wismarer Volleyballer, die aktiv beim ASV Grün-Weiß in der Landesliga Mecklenburg-Vorpommern spielen, den Wanderpokal 2014. „Das Potsdamer Team Rocket hat uns alles abverlangt und war ein starker Gegner“, erklärte Alexander Rauch noch ganz außer Puste. Er und seine Mitspieler Christoph Krüger, Michael Roll und Carsten Münch strahlten dann aber bei der Siegerehrung, als sie den 70 Zentimeter großen Nachbau der Wismarer Wasserkunst erhielten. „Volleyball ist so eine schöne Sportart, alles ist friedlich, alle haben Spaß“, meinte Alexander Rauch und versprach, mit seinem Team den RT-Cup im nächsten Jahr zu verteidigen.

Mit einem Augenzwinkern übergab Björn Rennpferd, Präsident des gemeinnützigen Vereins RT-Cup Wismar, die Trophäe. Denn der Geschäftsführer des Unternehmens Kai-Data gehört zur HW Leasing GmbH Wismar, das für das Siegerteam die Trikots gesponsert hatte.

„Insgesamt 32 Teams mit über 160 Spielerinnen und Spieler, die aus Potsdam, Berlin, Kiel, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern kommen, haben am 21. Beachvolleyball-Turnier teilgenommen. Unter ihnen waren auch zahlreiche Spieler aus Landes- und Regionalligen“, erklärte Thomas Frahm. Bei ihm liefen im sportlichen Bereich alle Fäden zusammen.

Neben den ambitionierten Teams hechteten oder pritschten zahlreiche Hobbyspieler durch den Sand. Knapp 600 Tonnen Kies von der Kuhle bei Neukloster wurden auf sechs große Laster Tags zuvor herangekarrt und auf dem Wismarer Marktplatz abgekippt. Anschließend entstanden auf der halben Marktplatzfläche vier Volleyballfelder.

Damit nicht die in der Vorrunde ausgeschiedenen Teams ihren Wettkampf beenden mussten, wurde der Wettbewerb nun schon zum zweiten Mal in einer Gold- und Silberrunde durchgeführt. „Das haben alle Mannschaften begrüßt, denn das Leistungsgefälle ist immer sehr groß“, begründete Thomas Frahm die Änderung des Wettkampfsystems.

Für das Halbfinale in der Goldrunde qualifizierten sich Maik’s Gang gegen Abteilung Trümmerbruch „Oldies“ (1:2) und Abteilung Trümmerbruch gegen Team Rockert (0:2).

In der Silberrunde setzte sich im Halbfinale Beach Bang Theory (Berlin) gegen Die richtig dicken Kinder von Landau mit 2:0-Sätzen und Surprise (Rostock) gegen Zippendorfer (Schwerin) mit 2:1 durch. Den dritten Platz in dieser Runde belegten Die richtig dicken Kinder von Landau. Das Team besiegte die Schweriner mit 2:1. Das Finalspiel entschieden die Berliner. Die Bundeshauptstädter gewannen mit 2:0 gegen Surprise.

Obwohl der sportliche Teil dieses Events beendet war, ließen es sich die über 400 Gäste nicht nehmen und feierten noch bis in die Nacht hinein bei Livemusik von der Gruppe Revoc und DJ Basti Retzlaff sowie Sean William auf dem Markt. Ausgeschenkt wurden die Getränke klimafreundlich in Mehrwegbechern. Dennoch hatte die Veranstaltung für einige Organisatoren des RT-Cups. Sie hatten zwar ein Tagesticket am Parkscheinautomaten gebucht, haben aber vergessen, dass auch dieses zeitlich begrenzt war. Da hatten die Politessen kein Auge zugedrückt und haben am Nachmittag, während der Wettkampf lief, fleißig Knöllchen verteilt. „Das ist bitter für uns, denn nun wurden wir für unser Engagement von der Stadt noch bestraft“, beklagte RT-Präsident Björn Rennpferd. Er versicherte, dass die Einnahmen aus dem Getränke- und Imbissverkauf wieder vollständig gespendet werden. Alleine in diesem Jahr wurden 2800 Euro für gemeinnützige Projekte bereitgestellt.

Von Peter Preuß